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Debatte um Zack Snyder Filmemacher verweist auf „schwulsten Film aller Zeiten“

Von ms - 17.09.2026 - 15:00 Uhr
Debatte um Zack Snyder
Foto: IMAGO / Avalon.red
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Zack Snyder (60) weist Vorwürfe zurück, er sei homophob. Der Regisseur verweist dabei auf seinen Film „300“ aus dem Jahr 2006 und dessen ausgeprägte Darstellung männlicher Körper und Beziehungen. Snyder sagte jetzt in einem Interview, er habe schließlich „den schwulsten Film aller Zeiten“ gemacht.

Das Wichtigste im Überblick

  • Regisseur Zack Snyder weist Vorwürfe zurück, homophob zu sein.
  • Als Beleg verweist er auf seinen Film „300“, den er als „schwulsten Film aller Zeiten“ bezeichnet.
  • Snyder sagt, Warner Bros. habe eine „300“-Fortsetzung mit einer schwulen Liebesgeschichte zwischen Alexander dem Großen und Hephaistion abgelehnt.
  • Hintergrund der aktuellen Debatte ist Snyders neuer Film „The Last Photograph“.
  • Der Kriegs-Thriller feierte am 13. September 2026 beim Internationalen Filmfestival von Toronto Premiere.
  • „The Last Photograph“ wird im Internet stark kritisiert.
  • Snyder vergleicht die Reaktionen auf seinen neuen Film mit der Kritik an „300“ beim Berliner Filmfestival 2007.
  • „The Last Photograph“ handelt von einem ehemaligen DEA-Agenten, der gemeinsam mit einem Kriegsfotografen in den südamerikanischen Dschungel reist.

Schwulster Film aller Zeiten 

Auslöser für seine Äußerungen ist die heftige Reaktion auf seinen neuen Film „The Last Photograph“, der am 13. September beim Internationalen Filmfestival von Toronto Premiere feierte. Der Kriegs-Thriller soll bei Rotten Tomatoes mit einer Wertung von 18 Prozent gestartet sein. Im Internet wird der Film stark kritisiert. Einige Zuschauer bezeichneten Snyder in diesem Zusammenhang als „Faschisten“ und „Homophoben“. In einem Interview mit dem Branchenmagazin Variety äußerte sich Snyder jetzt zu den Vorwürfen gegen ihn und seine Arbeit. „Natürlich bin ich pro-schwul. Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht … ‚300‘ ist einer der schwulsten Filme, die je gedreht wurden. Ich sage immer: ‚Schaut, es gibt nur wenige Filme, bei denen die Leute hetero hineingehen und schwul wieder herauskommen, und ‚300‘ ist einer davon.‘“

Snyder erinnert an „300“-Premiere

Snyder zog dabei einen Vergleich zur Reaktion auf „300“ beim Berliner Filmfestival im Jahr 2007. Dort habe es nach seinen Angaben Buhrufe gegeben, zudem hätten Zuschauer den Saal verlassen. Er sei damals auch mit Fragen zu seiner Politik und seinen persönlichen Ansichten konfrontiert worden. Die Diskussion über die sexuelle Ebene von „300“ ist daher für Snyder nicht neu. Bereits früher hatte er die entsprechende Interpretation des Films mit dessen Konzentration auf männliche Körper und die Beziehungen zwischen Männern sowie mit der von ihm beschriebenen „Realität der spartanischen Kultur“ in Verbindung gebracht. 

Bei einem Auftritt in der Sendung „The Joe Rogan Experience“ sagte Snyder: „Schaut, ‚300‘ ist in gewisser Weise einer der schwulsten Filme, die je gedreht wurden. Er ist unglaublich männerzentriert und von Männern besessen.“ Im selben Gespräch erklärte er, bei der Inszenierung sei ihm eine bestimmte Wirkung der Beziehungen zwischen den Männern wichtig gewesen. „Es war wichtig, dafür zu sorgen, dass die Art und Weise, wie die Männer tatsächlich miteinander umgehen, eine unmittelbare Sexualität ausstrahlt. Ganz gleich, ob man das anerkennt oder nicht – sie ist da.“

Geplante „300“-Fortsetzung 

Snyder hat nach eigenen Angaben auch eine Fortsetzung von „300“ geplant, in der eine schwule Liebesgeschichte zwischen Alexander dem Großen und dessen engem Freund Hephaistion eine Rolle spielen sollte. Warner Bros. habe dem Projekt jedoch nicht zugestimmt. Damit wäre die Geschichte über die spartanischen Krieger aus „300“ in eine andere historische Epoche weitergeführt worden. Snyder sieht gerade in der starken Konzentration auf männliche Figuren einen Grund dafür, warum sein Film aus heutiger Sicht entsprechend gelesen werden könne.

 „The Last Photograph“

Snyders neuer Film „The Last Photograph“ ist ein Kriegs-Thriller nach einer Originalgeschichte des Regisseurs. Die Hauptrollen spielen Stuart Martin und Fra Fee. Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger DEA-Agent, der gemeinsam mit einem Kriegsfotografen in einen südamerikanischen Dschungel reist. Er will Rache nehmen und zugleich seine verschwundene Nichte finden. Die schwierige Umgebung verbindet sich dabei mit seinen persönlichen Problemen.  Kritisiert wurde dabei vor allem die extreme, stumpfe Gewalt, Nacktheit und eine vermeintlich reaktionäre Macho-Mentalität. Einige Online-Kritiker und Trolle warfen dem Film aufgrund seiner harten, unbarmherzigen Tonalität und der Darstellung toxischer Männlichkeit unterschwellig „Faschismus“ und „Homophobie“ vor.  Snyder ist dabei für stark stilisierte Actionbilder mit hohen Kontrasten sowie für Verfilmungen von Graphic Novels bekannt. Seine Filme haben immer wieder kontroverse und polarisierende Diskussionen im Internet ausgelöst. Wann „The Last Photograph“ in Deutschland veröffentlicht werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

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