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Hass-Attacke in Kalifornien Community zeigt sich geschockt im liberalen US-Bundesstaat

Von ms - 13.08.2026 - 13:00 Uhr
Hass-Attacke in Kalifornien
Foto: Facebook / The Big Red Church of Fresno
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Eine LGBTIQ+-freundliche Kirche in Fresno im US-Bundesstaat Kalifornien ist jetzt erneut Ziel eines Vandalenakts geworden. Die First Congregational Church of Fresno, die vor Ort auch „The Big Red Church“ genannt wird, ist ein Zufluchtsort für viele homosexuelle und queere gläubige Menschen in der Region. Eine so hasserfüllte Tat im an sich liberalen Bundesstaat schockt in diesen Tagen die regionale queere Community.  

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Kirche in Fresno im US-Bundesstaat Kalifornien ist zum zweiten Mal in diesem Sommer Ziel eines Vandalenakts geworden.
  • Beschädigt wurden regenbogenfarben gestrichene Türen mit der Aufschrift „God’s doors are open to all“.
  • Die First Congregational Church of Fresno versteht sich seit mehr als 30 Jahren als LGBTIQ+-freundliche, offene und unterstützende Gemeinde.
  • Nach dem Vorfall halfen Nachbarn dabei, die Türen wieder aufzustellen.
  • Die Gemeinde berichtet seit Jahren von homophoben Sprachnachrichten und Beiträgen in sozialen Medien.
  • Die Community zeigt ist geschockt über die homophoben Attacken. 
  • Die Kirche will trotz der Beschädigungen an ihrer Haltung festhalten.

Regelmäßige Attacken

Betroffen war eine Installation mit mehreren, in Pride-Farben bemalten Türen. Darauf steht die Botschaft „God’s doors are open to all“ („Gottes Türen stehen allen offen“). Die Türen waren umgestoßen und beschädigt worden. Nach Angaben der Kirche war es bereits das zweite Mal in diesem Sommer, dass die Installation Ziel von Vandalismus wurde. Pfarrer Simon Biasell-Moshrefi erklärte: „Das ist leider nicht das erste Mal, dass diese Türen beschädigt wurden. Das ist bereits früher in diesem Sommer passiert.“ Die Reaktion der Nachbarschaft ließ glücklicherweise nicht lange auf sich warten. „Bis alle die Kirche verlassen hatten, hatten unsere Nachbarn die Türen wieder eingesetzt und wieder aufgestellt. Das ist eines der wunderbaren Dinge an diesem Viertel, dem Tower District“, so Biasell-Moshrefi weiter. 

Innerhalb der regionalen queeren Community sitzt der Schock trotzdem tief, weil es sich für viele nach einem Stich ins Herz anfühlt – im liberalen Kalifornien rechneten demnach viele schlicht nicht mit homophoben Hasstaten wie diesen. Die Gemeinde ist seit 76 Jahren im Tower District von Fresno ansässig. Seit mehr als drei Jahrzehnten bezeichnet sie sich als offene und unterstützende Gemeinde und bekennt sich damit ausdrücklich zur Aufnahme und Unterstützung von LGBTIQ+-Menschen.

Gemeinde bleibt standhaft 

In einer Stellungnahme machte die Kirche deutlich, dass sie trotz des Vorfalls an ihrer Haltung festhalten will. „Wir sind über diesen Vorfall entmutigt, aber wir möchten, dass die Gemeinschaft weiß, dass dies unsere Gemeinde nicht davon abhalten wird, ihre Türen für alle zu öffnen.“ Auch Biasell-Moshrefi betonte, LGBTIQ+-Menschen seien in der Gemeinde willkommen. „Wir wollen, dass sie in unserer Kirche sind, und wir wollen, dass sie aufblühen´. Wir glauben, dass alle Menschen heilige Schöpfungen eines liebenden Gottes sind.“

Die klare Haltung der Kirche hat nach ihren Angaben schon früher Anfeindungen ausgelöst. Über die Jahre habe es immer wieder so auch homophobe Sprachnachrichten und entsprechende Nachrichten in sozialen Medien gegeben. „Unsere Kirchenmitglieder haben sich leider an diese Art von Hasssprache gewöhnt“, so Biasell-Moshrefi. „Auch wenn das nichts Neues war, ist es trotzdem schmerzhaft, eine solche Behandlung zu erfahren.“ Die Polizei von Fresno teilte dem lokalen Fernsehsender KMPH indes mit, dass sie den Vorfall zum Unverständnis der meisten Bürger nicht als Hassverbrechen untersuche.

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