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„The Shards“ ist am Start Psycho-Coming-of-Age des schwulen Autors Bret Easton Ellis

Von ms - 06.08.2026 - 12:30 Uhr
„The Shards“ ist am Start
Foto: Disney+
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Das Warten hat ein Ende: Mit „The Shards“ präsentiert der schwule Erfolgsproduzent Ryan Murphy sein neuestes Serienprojekt. Der als Spezialist für außergewöhnliche Anthologie-Formate bekannte US-Amerikaner bringt die Verfilmung des gleichnamigen Romans des ebenso schwulen Kultschriftsteller Bret Easton Ellis (American Psycho) auf die Bildschirme. Die Thriller-Serie startet heute bei Disney+.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ryan Murphy bringt mit „The Shards“ eine neue Thriller-Serie zu Disney+.
  • Die Produktion basiert auf dem autofiktionalen Roman von Bret Easton Ellis.
  • Die Handlung spielt in einer fiktiven Version der 1980er-Jahre und verbindet Coming-of-Age mit Horror.
  • Die Hauptdarsteller sprechen über intensive Dreharbeiten und die Herausforderungen ihrer Rollen.
  • Der Cast betont, dass die Serie eigene Wege geht und nicht nur an „Euphoria“ erinnert.

Serienkiller an der Privatschule

Murphy gehört seit den 2000er-Jahren zu den prägendsten Namen der Film- und Fernsehbranche. Er entwickelte unter anderem international erfolgreiche Produktionen wie „Glee“ und „American Horror Story“. Auch im Streaming-Bereich konnte er große Erfolge feiern: Seine Netflix-Anthologie „Monster“ entwickelte sich mit mehreren Staffeln zu einem weltweiten Publikumserfolg – und wird aktuell ebenso weitergeführt. Mit „The Shards“ adaptiert Murphy nun Ellis’ 2023 erschienenen autofiktionalen Bestseller. Im Mittelpunkt steht eine fiktive Version des jungen Bret Easton Ellis in den 1980er-Jahren, gespielt von Igby Rigney. Sein Leben an einer Privatschule verändert sich, als der geheimnisvolle Robert Mallory, dargestellt von Homer Gere, auftaucht. Gleichzeitig sorgt ein Serienmörder für Angst unter Bret, seiner Partnerin Debbie (Hayes Warner) und ihrem Freundeskreis.

Intensive Rollen, schwierige Dreharbeiten

Zum Start der Serie trafen die Hauptdarsteller Igby Rigney, Homer Gere und Hayes Warner in Berlin zu einem Interview zusammen. Dabei sprachen sie über die besondere Atmosphäre am Set, die psychische Belastung der Dreharbeiten und die Frage, warum „The Shards“ nicht einfach als weitere Variante von „Euphoria“ gesehen werden sollte. Die emotionale Wucht vieler Szenen stellte den Cast vor besondere Herausforderungen. Homer Gere erklärte, wie wichtig es gewesen sei, zwischen den Aufnahmen Abstand zu seiner Figur zu gewinnen. „Man muss sich zwischen den Takes eine Pause von der Rolle gönnen. Sonst steckt man dauerhaft in diesem extrem intensiven Zustand fest. Es ist kräftezehrend, ständig in diesem angespannten Verhältnis zueinanderzustehen. Gerade deshalb werden die Szenen umso intensiver, wenn man zwischen den Takes oder Drehtagen etwas Abstand gewinnen kann. Für mich gehört es dazu, sich aktiv aus der Rolle herauszunehmen, um anschließend wieder besser in sie eintauchen zu können.“

Hayes Warner fiel diese Trennung von ihrer Rolle nach eigenen Angaben deutlich schwerer. Besonders die Entwicklung der Geschichte und die zunehmende Dunkelheit der Handlung hätten die Arbeit beeinflusst. „Je weiter die Folgen voranschritten und je düsterer der Inhalt wurde, desto schwieriger war es für mich, nach einem 18-stündigen Drehtag loszulassen und das Ganze abzuschütteln“, erklärt sie. Für Homer Gere lag die größte Herausforderung zunächst in der Vielschichtigkeit seiner Figur Robert Mallory. Schwierig sei gewesen, „keinen festen Anhaltspunkt für die Figur zu haben und immer wieder neu herausfinden zu müssen, wie Robert sich verschiedenen Menschen gegenüber verhält“. Gerade diese Offenheit habe ihm später jedoch ermöglicht, die Rolle freier zu gestalten.

Eigenständiger Stil 

Die Handschrift von Ryan Murphy ist in „The Shards“ deutlich erkennbar: Die Serie setzt auf ungewöhnliche Figuren, überraschende Momente und eine düstere Atmosphäre. Der Stil dürfte Zuschauerinnen und Zuschauer teilweise an Produktionen wie „Euphoria“ oder „Cruel Summer“ erinnern. Der Cast sieht die Serie jedoch nicht als bloße Kopie anderer Coming-of-Age-Formate. Igby Rigney verweist vor allem auf die literarische Vorlage. „Dass die Serie auf einem Roman von Bret Easton Ellis basiert, macht sie einzigartig, weil das Buch einen unverwechselbaren Stil hat“, meint der Darsteller des jungen Bret.

Auch Homer Gere sieht klare Unterschiede zu anderen Jugendserien. Besonders das Horror-Element spiele eine zentrale Rolle. „Ich finde, dass ‚The Shards‘ ein viel stärker ausgeprägtes Horror- beziehungsweise Gruselelement hat. Das unterscheidet sie von anderen Coming-of-Age-Serien. Und genau das liegt Ryan besonders – diese Aspekte gehören zu seinen größten Stärken.“ Hayes Warner betont zudem die Mehrdeutigkeit der Geschichte. Die Serie lasse viele Fragen offen und spiele mit Wahrnehmung und Realität. „Es steckt so viel darin, dass selbst ich mich noch frage, was tatsächlich vorgefallen ist, was real ist und was nicht. Die 1980er waren eine völlig verrückte Zeit.“

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