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Bedrohung im Regionalzug Fahrgast attackiert verbal homosexuelle Reisende

Von ms - 21.07.2026 - 08:30 Uhr
Bedrohung im Regionalzug
Foto: iStock / kmn-network
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Nach massiven Bedrohungen gegen Fahrgäste in einem Regionalzug von Leipzig nach Chemnitz ermittelt jetzt die Bundespolizei gegen einen 42 Jahre alten Deutschen. Ihm werden Bedrohung, Volksverhetzung und Beleidigung vorgeworfen. Insbesondere soll der Mann homosexuelle Reisende verbal attackiert haben. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Bundespolizei ermittelt gegen einen 42-Jährigen wegen Bedrohung, Volksverhetzung und Beleidigung.
  • Der Mann soll Fahrgäste im RE 6 von Leipzig nach Chemnitz massiv bedroht haben.
  • Die Äußerungen richteten sich laut Polizei vor allem gegen homosexuelle Menschen und Ausländer.
  • Drei Männer fühlten sich bedroht und eingeschüchtert.
  • Einsatzkräfte stellten den Tatverdächtigen später in Burgstädt.

Morddrohungen im Zug 

Nach Angaben der Bundespolizei soll der Mann am Sonntagnachmittag gegen 14.40 Uhr im RE 6 unter anderem geäußert haben: „Ich bringe euch alle um“ sowie „Ich mache euch den Kopf kaputt, bis ihr blutet“ und „Erschießen sollte man Euch“. Die Aussagen hätten sich nach bisherigen Erkenntnissen vor allem gegen homosexuelle Menschen und Ausländer gerichtet. Drei Männer im Alter von 24 und 26 Jahren fühlten sich den Angaben zufolge durch das Verhalten des Mannes bedroht und eingeschüchtert. Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten den 42-Jährigen später an einer Tankstelle in Burgstädt. Die Ermittlungen dauern an.

Gewalttaten im Zugverkehr 

Gewalt und Bedrohungen in Zügen beschäftigen Polizei und Justiz seit Jahren immer wieder. Bundesweit kam es wiederholt zu Angriffen auf Fahrgäste sowie Beschäftigte der Bahn. Besonders in Erinnerung blieb die Messerattacke in einem Regionalzug bei Brokstedt in Schleswig-Holstein im Januar 2023. Damals griff ein Mann kurz vor der Ankunft im Bahnhof mehrere Fahrgäste mit einem Messer an. Ein junges Paar im Alter von 17 und 19 Jahren starben bei dem Angriff, der Täter Ibrahim A. wurde im Mai 2024 vom Landgericht Itzehoe wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auch in jüngster Zeit registrierten die Behörden weitere schwere Vorfälle. So wurde bei Karlsruhe ein Mitarbeiter des DB-Sicherheitsdienstes nach einer eskalierten Fahrkartenkontrolle bei einer Auseinandersetzung aus einem fahrenden Regionalzug geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an.

Die Polizei rät Fahrgästen bei Bedrohungen oder Gewalttaten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Stattdessen sollten Reisende möglichst Abstand zur gefährlichen Person halten, andere Fahrgäste warnen, das Zugpersonal informieren und so schnell wie möglich über den Notruf 110 oder vorhandene Notrufeinrichtungen im Zug Hilfe anfordern. Ein unmittelbares Eingreifen empfiehlt die Polizei grundsätzlich nur dann, wenn dies ohne erhebliche Eigengefährdung möglich ist. 

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