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Offen schwul im Rampenlicht Robbie Fairchild setzt queeres Zeichen in "The Comeback"

Von tb - 02.06.2026 - 18:00 Uhr
Robbie Fairchild setzt queeres Zeichen in "The Comeback"
Foto: © IMAGO / Landmark Media
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Der amerikanische Tänzer und Broadway-Star Robbie Fairchild hat mit einem vielbeachteten Auftritt in der US-Serie „The Comeback“ erneut für Aufsehen gesorgt und setzt damit ein starkes Zeichen für Authentizität queerer Künstlerinnen und Künstler am Broadway und im Fernsehen. In der beliebten Produktion mimt Fairchild den genervten Regieassistenten Geoffrey und sorgt mit seiner erfrischenden Präsenz für einen neuen viralen Moment – dieses Mal an der Seite von Lisa Kudrow in ihrer ikonischen Rolle als Valerie Cherish.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Robbie Fairchild spielt aktuell Geoffrey in der Serie „The Comeback“.
  • Fairchild war acht Jahre Solist am New York City Ballet.
  • Er erhielt eine Tony-Nominierung für „An American in Paris“.
  • In jungen Jahren musste er sich fünf Jahre lang einer so genannten Conversion Therapy unterziehen.
  • Seit dem 30. Lebensjahr lebt Fairchild offen schwul und künstlerisch sichtbar.

 

Bühnenkraft zwischen Broadway und Fernsehen

Fairchild gehört zu einer neuen Generation von LGBTIQ+-Künstlerinnen und Künstlern, die Grenzen zwischen Fernsehen und Bühnenkunst zunehmend durchlässig machen. Bekannt wurde er als herausragendes Ensemblemitglied und späterer Solist des New York City Ballet, bevor er am Broadway in „An American in Paris“ mit Eleganz und Ausdruck einen Meilenstein setzte. Seine Tony-Nominierung aus dem Jahr 2015 belegt seinen hohen künstlerischen Stellenwert. In „The Comeback“ bringt er nun als Geoffrey frischen Wind ins Broadway-Genre, das sich bewusst öffnet und queere Identitäten immer häufiger ins Zentrum rückt.

Ob in Tanzdramen wie „Étoile“ – seit Frühjahr 2026 beim Streaming-Anbieter Prime Video zu sehen – oder im Musicalfilm „Cats“ von 2019: Fairchild nutzt jede Plattform, um die künstlerische Bandbreite queerer Biografien sichtbar zu machen. Dabei integriert er auch persönliche Erfahrungen auf der Bühne, etwa beim renommierten Fire Island Dance Festival, wo er 2018 mit Travis Wall tanzte.

 

Persönliche Krisen und Weg zurück zur Selbstakzeptanz

Schon im Jugendalter bekannte sich Fairchild im privaten Umfeld zu seiner Homosexualität, zog sich jedoch nach wenigen Monaten aus Angst und gesellschaftlichem Druck wieder zurück. Über fünf Jahre unterzog er sich einer „Conversion Therapy“, die aus heutiger wissenschaftlicher Sicht als schädlich und ineffektiv gilt und in mehreren US-Bundesstaaten mittlerweile verboten ist. Seine Erlebnisse verarbeitete er öffentlich im Podcast „Notes on Stage“, wo er berichtete:

„Mein Aufwachsen ließ mich glauben, Schwulsein sei wie eine Krankheit“, so Fairchild über eine der schwierigsten Phasen seines Lebens.

Erst nach der Scheidung von der Ballerina Tiler Peck fand Fairchild die Kraft, zu seiner Identität zu stehen und sich wieder zu outen – diesmal endgültig und sichtbar für ein Millionenpublikum.

 

Sichtbarkeit und neue Vorbilder

Durch seine Präsenz auf Instagram und in den Medien fungiert Fairchild mittlerweile als Vorbild für junge queere Künstlerinnen und Künstler weltweit. Seine Offenheit und Reflexion persönlicher Krisen zeigen beispielhaft, wie queere Biografien heute im Rampenlicht stehen – inmitten einer Kultur, die immer noch von Hürden und Selbstzweifeln geprägt ist. Fairchilds jüngste Erfolge beweisen: Authentizität und Vielfalt finden zunehmend Anerkennung, selbst in traditionellen Institutionen wie dem Broadway.

Zum Jahresende laufen bereits Planungen für neue Projekte und Bühnenauftritte, die Fairchilds außergewöhnliche Karriere fortsetzen werden. Seine offene Erzählweise und künstlerische Vielseitigkeit machen ihn weiterhin zu einer zentralen Figur für Fortschritt und Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten auf internationalen Kulturplattformen.

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