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Linda Perry attackiert Madonna als „schwach“
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Kritik an Dancefloor-Sound Linda Perry attackiert Madonna als „schwach“

tb - 27.05.2026 - 14:30 Uhr
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Die Songwriterin Linda Perry hat mit ihren scharfen öffentlichen Äußerungen in Los Angeles eine neue Debatte über Madonna entfacht. In einem aktuellen Interview wirft Perry der Pop-Ikone Schwäche und mangelnde Eigenständigkeit vor. Diese Attacke trifft Madonna in einem Moment, in dem sie mit der Ankündigung ihres kommenden Electro-Albums "Confessions II" wieder in aller Munde ist. Der ungewöhnlich offene Schlagabtausch zwischen zwei erfahrenen Frauen des Popgeschäfts wirft Fragen über künstlerische Entwicklung, Erwartungsdruck und den Umgang der Medien mit alternden weiblichen Stars auf.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Linda Perry bezeichnet Madonna als „schwach“ und einen „Follower“.
  • Madonna steht mit „I Feel So Free“ erstmals seit 18 Jahren wieder an der Spitze der Billboard Dance-Charts.
  • Perry kritisiert Madonnas aktuellen Musikstil und schlägt einen Akustik-Neuanfang vor.
  • Die Aussagen wurden im Zuge der Promotion für Perrys neues Album und Dokumentarfilm getätigt.

 

Angriff auf eine Pop-Legende

In ihrem Gespräch mit dem Musikmagazin Consequence würdigte Perry zunächst Madonnas innovationsfreudige Karriere, nur um dann deutliche Kritik zu äußern. Nach Perrys Ansicht verliere Madonna zunehmend ihre Rolle als Vorreiterin, da sie gegenwärtige Trends lediglich aufgreife, statt neue zu schaffen. Besonders stört Perry, dass Madonna mit jüngeren Künstlerinnen wie Charli XCX konkurriere und sich zu stark auf elektronische Effekte und Autotune verlasse. Perry sagte wörtlich, „alles an ihr wirkt auf mich schwach und nicht kraftvoll.“ Sie legt Madonna damit nahe, ihre künstlerische Linie verloren zu haben.

 

Vorschlag zur musikalischen Rückkehr zu den Wurzeln

Linda Perry schlug Madonna ein musikalisches Umdenken vor: ein unverfälschtes, akustisches Album ohne aufwändige Inszenierung, elektronischen Schnickschnack oder Maskierung von Schwächen. Perry fantasierte öffentlich darüber, Madonna „wachzurütteln“ und sie auf eine Bühne wie die Carnegie Hall zu setzen, um ihre Stimme und Authentizität wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Madonna mit Songs wie „I Feel So Free“ und der Kollaboration „Bring Your Love“ mit Sabrina Carpenter hohe Chartplatzierungen erzielt, was den Diss noch provokanter macht.

„Sie ist eine der Größten. Doch aktuell ist Madonna für mich eher eine Mitläuferin: Sie macht Trends nach, das wirkt schwach“, so Perry im Interview.

 

Madonna bleibt vorerst unbeeindruckt

Während Perry öffentlich ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit Madonna bekundete, machte sie klar, dass die Künstlerin selbst kein Interesse daran habe, sich auf ein weniger glamouröses, musikalisch puristisches Projekt einzulassen. Madonna hat auf die öffentliche Kritik bislang nicht reagiert. Tatsächlich ist sie aktuell von beruflichem Rückenwind getragen: Laut Billboard ist sie mit „I Feel So Free“ nach 18 Jahren erstmals wieder auf Platz 1 in einem US-Radio-Dance-Chart, und sie erreicht mit „Bring Your Love“ ihren 59. US-Chart-Einstieg.

 

Kritischer Blick auf Medien und Popmechanismen

Der Streit verdeutlicht, wie Popmedien Inszenierung, Alter und kommerziellen Druck auf weibliche Stars verschärfen. Perrys drastische Wortwahl und der daraus entstehende Diskurs illustrieren einerseits die fortwährende Erwartung an Pop-Ikonen, permanent Vorbildfunktion und Modernität zu verkörpern. Andererseits zeigen sie, wie jeder Richtungswechsel oder auch kommerzieller Erfolg zur Vorlage für Angriffe werden kann – insbesondere, wenn Künstlerinnen in den Medien alternde Ikonen sind.

Madonna steht vor der Wahl, ob sie Perrys Kritik aufgreift und eine musikalische Kehrtwende wagt. Die Aufmerksamkeit von Medien und Publikum dürfte ihr so oder so sicher bleiben – egal ob auf dem Dancefloor oder in der erträumten Carnegie Hall.

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