Direkt zum Inhalt

Reiseziele im Grindr-Trend Schwule Männer, heiße Urlaubsflirts und Dating-Apps

Von ms - 26.05.2026 - 15:45 Uhr
Reiseziele im Grindr-Trend
Foto: iStock / puhhha
ANZEIGE
Loading audio player...

Die schwule App Grindr hat neue Einblicke in das Reiseverhalten ihrer Nutzer veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens gehören Paris, Rio de Janeiro, New York City, Bangkok, São Paulo und Berlin zu den Städten mit den meisten Grindr-Nutzern, die sich während ihrer Reisen als „unterwegs“ markieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Grindr veröffentlicht Daten zum Reiseverhalten seiner Nutzer
  • Besonders beliebt bei schwulen Reisenden sind Paris, Rio de Janeiro und New York
  • Die „Right Now“-Funktion wird vor allem in Taiwan und Südamerika genutzt
  • Studien sehen Dating-Apps zunehmend als Teil moderner Urlaubserfahrungen

Sex-Treffen in Asien 

Besonders viele Nachrichten werden laut der Auswertung in Taipeh verschickt. Dahinter folgen Mailand und Athen. Auch die Funktion „Right Now“, mit der Nutzer spontane Sex-Treffen signalisieren können, wird in einigen Regionen besonders intensiv verwendet. Die höchsten Nutzungszahlen verzeichnet Grindr in Taiwan, auf den Philippinen sowie in Lima, Buenos Aires und Medellín. Darüber hinaus analysierte die Plattform, aus welchen Ländern besonders häufig Kontakte über Landesgrenzen hinweg entstehen. Luxemburg liegt dabei an der Spitze. Grindr erklärt dies unter anderem mit der vergleichsweise kleinen Bevölkerungszahl des Landes. Dahinter folgen Japan und die Schweiz.

Globale Abenteuer im App-Zeitalter 

Grindr-Marketingchef Tristan Pineiro betonte die besondere Bedeutung schwuler Netzwerke auf Reisen, die das Unternehmen auf ihrer eigenen Reise- und Webserie auf YouTube porträtiert: „‚Host or Travel‘ entstand aus dem Verständnis heraus, dass es für schwule Reisende nicht nur schön, sondern entscheidend ist, in einer neuen Stadt die richtigen Menschen zu finden“, erklärte er.

Weiter sagte Pineiro: „Die schwule Community schöpft ihre Stärke aus ihrer Gemeinschaft, und wir haben diese Serie geschaffen, um genau das zu feiern. Unsere Nutzer suchen nicht nur nach Dates – sie nutzen Grindr, um ihre eigenen globalen Abenteuer zu gestalten, sichere Orte zu finden und die Welt durch die Augen von Einheimischen zu erleben, die sie verstehen.“ Die aktuelle Staffel von „Host or Travel“ stellt unter anderem Austin, Sydney, Puerto Vallarta, Paris, Manila, Lissabon und Miami vor.

Sexlust im Urlaub 

Auch wissenschaftlich wird der Einfluss von Dating-Apps auf das Reiseverhalten inzwischen untersucht. Forscher der britischen University of Surrey kamen in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass schwule Paare im Urlaub häufiger offen für sexuelle Erfahrungen mit weiteren Personen seien als im Alltag zuhause. Die Wissenschaftler stellten zudem fest, dass Begegnungen auf Reisen oft spontaner zustande kommen als im gewohnten Umfeld. Grindr werde dabei nicht ausschließlich zur Partnersuche genutzt, sondern auch für soziale Kontakte und sogenannte „authentische Intimitäten“, aus denen Freundschaften oder langfristige Beziehungen entstehen könnten.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

BILDÜberraschendes Geständnis von Maite Kelly - Ich könnte mich auch in eine Frau verliebenrbb24CSD-Anschlag: Regenbogenbank im Tiergarten immer wieder beschädigtFrankfurter Allgemeine ZeitungBrief aus Istanbul: Das Jahrhundert der AbzockeMOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.
Queere Jugendliche in Wien

Mehr Angst vor Anfeindungen

Anfeindungen und Gewalt belasten queere Jugendliche in Wien zunehmend. Experten warnen vor psychischen Folgen und fordern bessere Hilfsangebote.
Russlands Strafen explodieren

Rekordbußen gegen LGBTIQ+

Russland verschärft die Verfolgung von LGBTIQ+-Menschen: 2025 stiegen die Geldstrafen um 83 Prozent, die Verfahren um ein Drittel.
Verbot spaltet Tasmanien

Streit um Homo-Heilung

Tasmanien will über ein Verbot von Konversionsmaßnahmen abstimmen. Während die Befürworter auf Schutz drängen, warnen Gegner vor Einschränkungen.
Behrens rechtfertigt Eklat

Kicker betont "dumme Aussage“

Zwei Jahre nach seinem homophoben Spruch spricht Fußballer Kevin Behrens über die Folgen des Eklats, Anfeindungen und Probleme bei der Vereinssuche.
Niederlande zeigen Lila

Statement gegen Ausgrenzung

Am „Lila Freitag“ zeigen die Niederlande heute Solidarität mit LGBTIQ+-Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Akzeptanz gegenüber Homosexuellen.