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Aufregung um Azealia Banks Diskussion über Schwule und Femme-Shaming neu entfacht

Von ms - 21.05.2026 - 14:00 Uhr
Aufregung um Azealia Banks
Foto: IMAGO / Gonzales Photo
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Rapperin Azealia Banks (34) hat mit einem Beitrag auf der Plattform X erneut heftige Reaktionen ausgelöst. Anlass war eine Diskussion über Schönheitsideale und Körperbilder innerhalb der schwulen Community. Bereits im letzten Jahr hatte die 34-Jährige mit ihrer Erklärung, Schwule und trans* Menschen seien unnatürlich, für viel Wirbel gesorgt. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Azealia Banks sorgte mit Aussagen auf X für Kritik.
  • Die Rapperin reagierte auf einen Beitrag über männliche Schönheitsideale.
  • Nutzer warfen ihr vor, schwule Männer abzuwerten.
  • Im Fokus der Debatte steht sogenanntes „Femme-Shaming“.
  • Auch Prominente wie Alan Carr äußerten sich bereits zu dem Thema.
  • Banks war in der Vergangenheit mehrfach wegen LGBTIQ+-feindlicher Aussagen kritisiert worden.

Keine Unterstützung für Schwule 

Banks reagierte auf einen Beitrag des OnlyFans-Creators Corey Jacob, der ein Foto zweier Männer in schwarzen Badehosen veröffentlicht hatte. Dazu schrieb Jacob: „Warum sehen Männer heute nicht mehr so aus?“ Bereits unter dem ursprünglichen Beitrag entwickelte sich eine Debatte über Körperbilder und Erwartungen innerhalb der LGBTIQ+-Community. Banks schaltete sich daraufhin mit einer umstrittenen Stellungnahme ein.

„Weil wir aufgehört haben, Heteronormativität durchzusetzen. Deshalb müssen wir den Schwulen die Unterstützung entziehen“, schrieb die Musikerin. Zudem erklärte sie: „Seit wir ihnen erlaubt haben, öffentlich Lippenstift zu tragen, haben sich Schwule gehen lassen.“ Die Aussagen stießen auf deutliche Kritik. Ein Nutzer kommentierte: „Es ging um Männer allgemein – und du machst daraus sofort ein Thema über schwule Männer.“ Eine weitere Person schrieb: „Lass unsere Namen aus deinem Mund.“

Debatte um Femme-Shaming 

Im Mittelpunkt der Diskussion steht das sogenannte „Femme-Shaming“, auch „Femmephobie“ genannt. Gemeint ist damit die Abwertung von Männern, die feminine Eigenschaften oder Ausdrucksformen zeigen – etwa durch Kleidung, Make-up oder Verhalten. Insbesondere auf Dating-Plattformen wie Grindr werde deutlich, wie stark bestimmte Männlichkeits- und Körperideale bewertet würden, so einige User. Begriffe wie „Masc4Masc“ oder „no fats, no femmes“ gelten dabei seit Jahren als Beispiele für Ausgrenzung innerhalb der Community.

Auch der britische Moderator Alan Carr hatte sich bereits öffentlich zu entsprechenden Erfahrungen geäußert. So erklärte er, sein Vater habe ihn in seiner Jugend als „dicke Schwuchtel“ bezeichnet. Gleichzeitig stellte Carr klar: „Feminine Männer sind hier nicht das Problem.“ Reality-TV-Darsteller Jack Smith sprach ebenfalls über den Umgang mit Femininität. „Für mich bedeutet es, meine feminine Seite auszuleben, nicht nur ich selbst zu sein, sondern mir auch Stärke in einer Welt zurückzuholen, die alles kritisiert, was außerhalb der binären ‚Norm‘ liegt“, sagte Smith.

Zugleich warnte er davor, solche Begriffe als Beleidigung zu verwenden: „Wenn solche Begriffe als Beleidigung genutzt werden, verstärken sie nur den Hass, den wir als Community eigentlich hinter uns lassen wollen.“ Azealia Banks war bereits in der Vergangenheit mehrfach wegen kontroverser Aussagen über LGBTIQ+-Personen kritisiert worden. Unter anderem hatte sie geschlechtsangleichende medizinische Maßnahmen 2021 mit „einer Kastration“ verglichen.

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