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Sir Ian McKellen

Sir Ian McKellen Star Wars-Darsteller kritisierte LGBTIQ+-Arbeit

ms - 12.05.2026 - 13:00 Uhr
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Der britische schwule Schauspieler Sir Ian McKellen (86) hat sich an eine kritische Begegnung mit dem früheren „Star Wars“-Darsteller Sir Alec Guinness erinnert. Demnach habe Guinness ihn dazu gedrängt, sein Engagement für LGBTIQ+-Rechte zu beenden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Sir Ian McKellen berichtet von Kritik durch Alec Guinness an seinem LGBTIQ+-Engagement 
  • Gespräch fand bei einem gemeinsamen Mittagessen in London statt 
  • Guinness soll McKellen zum Rückzug aus politischem Aktivismus aufgefordert haben 
  • McKellen bewertet den Ratschlag rückblickend als „schlechtesten Rat“ seiner Laufbahn 

„Unangemessenes“ Engagement

McKellen schilderte in einem Interview, das Treffen habe bei einem gemeinsamen Mittagessen im Londoner Stadtteil Pimlico stattgefunden. Zunächst sei das Gespräch locker verlaufen, bevor Guinness den eigentlichen Grund der Einladung angesprochen habe. Der schwule Schauspieler, bekannt aus „Der Herr der Ringe“ und Mitbegründer der queeren Organisation Stonewall, engagierte sich öffentlich gegen die damalige britische Gesetzgebung „Section 28“, die die positive Darstellung von Homosexualität in öffentlichen Einrichtungen untersagte. Im Zuge dieses Engagements hatte er sich 1988 in einem BBC-Radiointerview öffentlich als schwul geoutet.

McKellen berichtete, Guinness habe seine politische Aktivität als für Schauspieler unangemessen bezeichnet und ihn gebeten, sich aus der öffentlichen Kampagnenarbeit zurückzuziehen. Er habe dies als Bitte und zugleich als dringliche Empfehlung verstanden.

Schlechtester Alt-Herren-Rat

Rückblickend ordnete McKellen diese Haltung als Ausdruck einer älteren Generation ein. Er habe den Rat jedoch nicht befolgt und sein Engagement fortgesetzt. Nach dem Tod von Alec Guinness im Jahr 2000 erschienen mehrere Biografien, in denen über dessen Privatleben spekuliert wurde. Darin wurde unter anderem behauptet, er habe seine sexuelle Orientierung vor der Öffentlichkeit verborgen und sei in der Vergangenheit im Zusammenhang mit einem sexuellen Vorfall im öffentlichen Raum rechtlich belangt worden. Diese Angaben stammen aus späteren biografischen Darstellungen und sind nicht unabhängig bestätigt.

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