Chers Kampf ums Sorgerecht Zwischen Oma-Freuden und ihrem drogensüchtigen Sohn Elijah
Die 79-jährige Sängerin Cher hat erneut einen Antrag auf Vormundschaft über ihren Sohn Elijah Blue Allman (49) gestellt. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, reichte sie die entsprechenden Papiere jetzt beim Los Angeles Superior Court ein. Im Gegensatz zu ihrem ersten Antrag im Dezember 2023, bei dem sie sich selbst als alleinige Vormundin vorschlug, beantragt Cher nun, dass der Nachlassverwalter Jason Rubin die Vormundschaft übernimmt.
Das Wichtigste im Überblick:
- Cher hat erneut einen Antrag auf Vormundschaft für ihren Sohn Elijah Blue Allman gestellt.
- Der 49-jährige Allman befindet sich in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik in New Hampshire und muss sich mehreren Gerichtsverfahren stellen.
- Cher wirft ihrem Sohn vor, aufgrund von psychischen Problemen und Sucht seine Finanzen nicht verwalten zu können.
- Elijahs Halbbruder Devon Allman unterstützt den Antrag und beschreibt den Zustand von Elijah als „erschreckend“.
- Cher erfuhr dabei vor kurzem, dass sie bereits Großmutter ist und eine 15-jährige Enkelin hat
Schwere Vorwürfe und finanzielle Missstände
In den eingereichten Dokumenten beschreibt Cher den Zustand ihres 49-jährigen Sohnes als dramatisch verschlechtert. Aktuell befindet sich Allman in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik in New Hampshire, wo seine Verhandlungsfähigkeit wiederhergestellt werden soll. Er steht in zwei verschiedenen Bezirken des US-Bundesstaats wegen schwerem Einbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen Kautionsauflagen vor Gericht.
Cher äußert in den Unterlagen schwere Vorwürfe gegen ihren Sohn. Sie wirft ihm vor, „keinerlei Verständnis für Geld“ zu haben und aufgrund seiner psychischen Probleme sowie seiner Suchterkrankung nicht in der Lage zu sein, seine Finanzen zu verwalten oder sich gegen Betrug zu wehren. Nach Chers Angaben gebe Allman jede Summe, die er erhalte, sofort aus – meist für Drogen. Der 49-Jährige erhält jährlich 120.000 US-Dollar aus dem Nachlass seines verstorbenen Vaters, des Musikers Gregg Allman.
In den Gerichtsunterlagen wird ein wiederkehrendes Muster geschildert: Sobald Allman seine Auszahlung aus dem Trust erhalte, checke er in ein Hotel ein, konsumierte Drogen und lande anschließend mit einer Überdosis im Krankenhaus. Einmal sei er sogar bewusstlos in seinem Wagen auf der Straße aufgefunden worden.
Halbbruder unterstützt den Antrag
Auch Elijahs Halbbruder Devon Allman hat sich dem Antrag angeschlossen. In einem Schreiben an das Gericht bezeichnet er den körperlichen und psychischen Zustand seines Bruders als „erschreckend“ und „wahnhaft“. Devon beschreibt Elijah als „eine Gefahr für sich selbst“ und erklärt, dass er nicht in der Lage sei, sein Leben oder seine finanziellen Mittel eigenständig zu verwalten. Cher selbst halte ihren Sohn für „schwer geschädigt“ und fordert, dass die Vormundschaft sofort greife, sobald er nach Kalifornien zurückkehrt.
Für Elijah Blue Allman stehen nun mehrere wichtige Gerichtstermine an. Heute muss er in Concord vor Gericht erscheinen, nur zwei Tage später folgt eine weitere Anhörung in Windham. Über den Antrag auf Vormundschaft wird am kommenden Freitag, den 24. April, entschieden. Im vergangenen Monat war Allman in New Hampshire zweimal festgenommen worden – einmal nach einem mutmaßlichen Einbruch und kurz davor nach einem Vorfall an einer renommierten Privatschule in Concord. Die Situation bleibt angespannt, und es ist unklar, wie die Gerichte in den kommenden Wochen entscheiden werden.
Cher ist bereits Großmutter
Cher, die im Mai ihren 80. Geburtstag feiert, hat dabei zudem erst kürzlich erfahren, dass sie bereits Oma ist. Ihre Enkelin, Ever, ist nach Angaben von Kayti Edwards, der Mutter des Mädchens, mittlerweile 15 Jahre alt. Edwards, die mit Cher in Kontakt steht, erklärte in einem Interview, dass die Sängerin von Evers Existenz lange nichts gewusst habe. Kayti Edwards ist die Stiefenkelin von Hollywood-Ikone Julie Andrews und hat 2010 eine Nacht mit Chers Sohn Elijah verbracht, aus der Ever hervorging. „Er wusste von Anfang an, dass es sein Kind ist – aber er wollte nie Vater werden“, sagte Edwards der britischen Zeitung The Sun. Es dauerte Jahre, bis schlussendlich Cher von Evers Existenz erfuhr. „Im letzten Jahr rief sie mich an und fragte, ob es wahr sei, was sie gehört habe. Als ich es ihr bestätigte, war sie sprachlos. Dann sagte sie nur: ‚Endlich bin ich Oma!‘“, so Edwards.
Cher habe ihre Enkelin sofort persönlich kennenlernen wollen und lud Kayti Edwards und Ever im September 2025 nach Malibu ein. „Wir blieben zum Abendessen und über Nacht“, berichtet Edwards. „Cher war total herzlich. Sie haben zusammen im Pool gespielt, über Schule und Jungs gesprochen. Cher war dabei fast wie ein Kind.“ Seitdem hält Cher regelmäßig Kontakt zu Ever, sei es durch Anrufe, Geschenke zu Weihnachten oder gelegentliche Treffen.