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Homophobie unter Fußballern Möglichen Wiederholungstäter droht hohe Strafe

Von ms - 13.04.2026 - 09:30 Uhr
Homophobie unter Fußballern
Foto: IMAGO / AAP
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Der australische AFL-Star Lance Collard hat in einem Disziplinarverfahren bestritten, einen homophoben Ausdruck gegen einen Gegner verwendet zu haben. Die Anhörung, die über drei Stunden dauerte, endete ohne ein abschließendes Urteil. Collard, der für das Team St Kilda spielt, sieht sich einer Anklage wegen unangemessenen Verhaltens ausgesetzt, nachdem er in einem Spiel gegen Frankston Ende März angeblich einen homophoben Spruch geäußert haben soll. Wird er verurteilt, könnte dies sogar Auswirklungen auf seine Karriere als Profisportler haben. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • AFL-Star Lance Collard bestreitet homophoben Vorfall: Collard weist die Anschuldigung zurück, einen homophoben Ausdruck verwendet zu haben.
  • Zeugen widersprechen: Frankstons Darby Hipwell bekräftigt seine Behauptung, Collard habe ihn mit einem homophoben Kraftausdruck beleidigt.
  • Frühere Strafe: Collard hatte 2024 bereits eine Spielsperre wegen ähnlicher 

Zehnwöchige Sperre?

Das AFL fordert eine zehnwöchige Spielsperre, sollte die Anklage bestätigt werden. Collard wies die Vorwürfe während der Anhörung entschieden zurück. Statt des beschuldigten Wortes, so der 25-Jährige, habe er das Wort „maggot“ (Made) verwendet. In seiner Aussage erklärte er: „Ich weiß, dass sie denken, ich hätte das Wort faggot (Schwuchtel) gesagt, weil ich es in der Vergangenheit schon benutzt habe, aber dieses Mal war es nicht der Fall. Beim letzten Mal habe ich es zugegeben, aber diesmal habe ich es nicht gesagt.“ Er versicherte dem Tribunal, er sei „100 % ehrlich“ und habe einen Eid abgelegt, die Wahrheit zu sagen. Collard betonte zudem, dass er die Ernsthaftigkeit einer falschen eidesstattlichen Erklärung verstehe und erklärte: „Ich lüge nicht. Ich bin 100 % ehrlich.“

Zeugen widersprechen Collard

Die Anschuldigung basiert auf einem Vorfall während des Spiels mit Darby Hipwell, dem Spieler von Frankston. Hipwell erklärte vor dem Tribunal, er sei sich absolut sicher, was er gehört habe. „Kurz bevor er mich losließ, zog er mich noch einmal zu sich und sagte ´Darby, du bist eine verdammte Schwuchtel´“,  berichtete Hipwell. Er fügte hinzu, dass er Collards Stimme gut kenne, da sie mehrere Jahre zusammen in Sandringham gespielt hätten. „Ich könnte mir nicht sicherer sein, was ich gehört habe“, betonte er weiter. Hipwell gab an, dass der Kommentar ihn persönlich getroffen habe: „Ich habe Familienmitglieder und Freunde, die homosexuell sind, und das hat mich verletzt.“

Frühere Strafe und aktuelle Situation

Teamkollege Bailey Lambert berichtete, dass er den Vorfall sofort gemeldet habe. „Wir machen alle unsere Trainingsmodule zu Beginn des Jahres, und uns wird gesagt, dass wir uns melden und die richtigen Dinge sagen sollen“, erklärte Lambert. Zudem rechnete er mit einer Strafe auf dem Spielfeld: „Ich dachte, wir würden einen 50-Meter-Freistoß bekommen.“ Collard war bereits 2024 für die Verwendung homophober Sprache bestraft worden. Er hatte eine sechs Spiele lange Sperre verbüßt und ein Pride in Sport Bildungsprogramm als Teil der Strafe abgeschlossen. Das Disziplinargericht der AFL hat nach der Anhörung noch keine Entscheidung getroffen. Der Vorsitzende Jeff Gleeson erklärte, das Gremium werde sich erneut zusammensetzen, und ein Urteil sowie eine mögliche Strafe dann verkünden. 

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