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GNTM-Liebling Tony Eberhardt Neuer Look und viel Lebensfreude

Von ms - 27.03.2026 - 15:30 Uhr
GNTM-Liebling Tony Eberhardt
Foto: Instagram / tonyeberhardt / Pro7 / Joyn
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Er ist einer der Lieblinge in der aktuell sehr quotenschwachen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“: Ex-Profihandballer und ehemaliger Mr. Gay Germany Tony Eberhardt (31). In dieser Woche präsentierte sich der, seit seiner Kindheit hochgradig schwerhörige Mann nach Heidi Klums Umstyling in einem neuen Lock mit blonder Kurzhaarfrisur. Glücklicherweise musste Heidi dabei gar nicht lange überlegen, denn in der Vergangenheit zeigte er sich schon mehrfach ähnlich erblondet bei Mode-Shootings. Immerhin: Auch fremde Federn stehen Heidi gut. 

„Die Gesellschaft behindert mich“

Eberhardt hatte vorab erklärt: „Ich wünsche mir eine krasse Typveränderung.“ Nach dem Schnitt folgte das Färben der Haare. Währenddessen sprach Eberhardt mit Klum über seine bisherigen Erfolge als Model, seinen Titel als Mr. Gay Germany 2015 und seine Auszeichnung als Mister Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig teilte er seine Erfahrungen mit Diskriminierung aufgrund seiner Gehörlosigkeit: „Dieser Kampf wird immer Teil meines Lebens sein“, sagte er. Gleichzeitig betonte er: „Es fühlt sich aber nicht mehr so hart an“ und beschrieb, wie er negative Erfahrungen in positive Energie umwandeln wolle: „Ich habe keine Behinderung, die Gesellschaft behindert mich.“ Schlussendlich ist der sympathische schwule Mann mit seinem neuen, platinblonden GNTM-Look sehr zufrieden: „Das gibt mir eine ganz andere Energie!“ Die größte Sorge des Models vor dem Umstyling war, eine Glatze zu bekommen, was ihn „geschockt“ hätte – und vermutlich auch seine Anhänger.

Mobbing in der Schulzeit 

Im Gespräch mit dem Nordkurier vertiefte Eberhardt dann seine Erinnerungen an das Aufwachsen als Gehörloser in Neubrandenburg. „Also für mich als Gehörloser war es schon etwas Besonderes. In dem Sinne, dass ich niemanden kennengelernt habe, der auch schwerhörig war. Ich war vom Gefühl her auch alleine und sozusagen der Einzige von dieser Sorte. Und mit dem Gefühl aufzuwachsen, dass andere dich immer als etwas Besonderes gesehen haben, war nicht schön. Das war auch nicht im positiven Sinne, sondern eher im negativen Sinne. Diese Ausgrenzung und das Mobbing gerade früher wegen meiner Aussprache. Da gab es auch immer öfter Beleidigungen, so nach dem Motto, dass ich nuschle und zu viel Aufmerksamkeit brauche, weil ich damit auch den Unterricht störe.“ Der Handball hab ihm dafür schon früh eine positive Stärke gegeben: „Ausdauer, die Belastung und Spaß waren mein Ausgleich zu dem Ganzen, was ich da alles durchgemacht habe und durchmachen musste. Bei mir habe ich auch das Glück, dass mich meine Familie auch immer unterstützt.“

Zufriedenheit in der Heimat

Heute erlebt Eberhardt in seiner Heimatregion „richtig coole Vibes“ und verbindet mit Neubrandenburg viel Natur und Geschichte. Allerdings hat er Freunden und Familie zu Hause anfangs seine Teilnahme an der Model-Show verschwiegen, wie er weiter berichtet: „Ich habe es am Anfang geheim gehalten. Ich habe auch gar nicht gesagt, dass ich zum Casting gehe. Dann, bevor es losging, habe ich gesagt, dass ich für ein paar Wochen offline bin, weil wir auch unser Handy abgeben mussten. Wir wurden von Social Media und von der Außenwelt abgeschottet.“

Als die Katze dann endlich aus dem Sack war, habe sich seine Mutter sehr gefreut über die Teilnahme. „Nach der ersten Ausstrahlung kam auch eine riesige Resonanz für mich, krasse Aufmerksamkeit. Das Ausmaß ist schon heftig und richtig positiv für mich. Ich bin immer noch sprachlos, weil man nach der Drehzeit wieder zurückkommt, bekommt sein Handy und dann ist da so eine riesige Unterstützung.“ 

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