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Rufverlust trifft Filmstar Kevin Spacey: Verfahren in London außergerichtlich beigelegt

Von tb - 19.03.2026 - 16:30 Uhr
Kevin Spacey: Verfahren in London außergerichtlich beigelegt
Foto: © IMAGO / Capital Pictures
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Was für eine Szene! Kaum ist man in London unterwegs, schlägt das Gerüchtebarometer rund um Kevin Spacey schon wieder aus – und natürlich bleibt kein Auge trocken, wenn der einst gefeierte Hollywood-Star die Schlagzeilen dominiert. Seine jüngste Missbrauchsklage hat der Schauspieler nämlich auf typisch dramatische Weise außergerichtlich vom Tisch gewischt. Drei Männer, die dem 66-Jährigen Übergriffe am altehrwürdigen Old Vic Theater in London vorgeworfen hatten, wollten ursprünglich im großen Stil vor Gericht – doch nun wurde das Verfahren diskret eingefroren. So schnell kann also aus einem geplanten Skandal ein britisch-kühler Vertragsabschluss werden.

 

Einigung hinter verschlossenen Türen

Die Allegorien reichten von unangenehmem Griff nach der Premierenfeier bis hin zu schweren psychischen Folgen, die einer der Kläger angeblich noch heute zu spüren glaubt. Mindestens ebenso beeindruckend: Zwei der drei Männer, darunter Schauspieler Ruari Cannon, hatten erstmals auf ihr Recht auf Anonymität verzichtet, um Spacey öffentlich die Stirn zu bieten. Doch während die Welt sich bereits auf einen weiteren öffentlichen Schlagabtausch freute, zogen alle Beteiligten plötzlich die Reißleine und trafen sich zum Smalltalk beim Anwalt, um die Sache im Hintergrund zu klären. Über Beträge schweigt man höflich – aber der Image-Schaden für Spacey ist längst kein Geheimnis mehr.

 

„Nichts zu befürchten!“

Während sich Richterin Christina Lambert mit recht wortkargen Statements zu den Kosten des Verfahrens zurückhielt, twittert Spacey lieber selbstbewusst drauflos: Die komplette Epstein-Aktenveröffentlichung verlangt er, zumindest für all jene, „die nichts zu befürchten haben“. Auch von ihm waren im Zuge der Veröffentlichungen Fotos aufgetaucht, die ihn unter anderem neben Bill Clinton zeigen. Und so sorgt Spacey weiter für Furore – mal als skandalumwittertes Justiz-Phänomen, mal als selbst ernannter Wahrheitsapostel.

 

Karriere im Schatten der Vorwürfe

Seit den ersten Missbrauchsgerüchten im Rahmen der MeToo-Bewegung, die 2017 durch einen prominenten Kollegen publik wurden, scheint Spaceys Stern unaufhaltsam zu sinken. Sein Hollywood-Ruf? Begraben unter Prozessbergen, abgebrochenen Dreharbeiten und vereinsamten Trophäen. Doch in Italien feierte er kürzlich dennoch ein medienwirksames Bühnencomeback – offenbar sind manche Türen nie ganz verschlossen, solange die Kamera läuft.

Was bleibt? Ein außergerichtlicher Deal und die Gewissheit, dass im Boulevard am Ende immer Platz für die nächste spektakuläre Wendung bleibt…

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