War John Lennon schwul? Paul McCartney widerspricht den neuen Spekulationen
Paul McCartney hat in einem Interview mit Vanity Fair neue Details über die Spekulationen zur Sexualität seines verstorbenen Bandkollegen John Lennon preisgegeben. Anlass war die Veröffentlichung der Dokumentation „Man on the Run“, die McCartneys Leben nach den Beatles beleuchtet.
McCartney zweifelt an Gerüchten
Kurz nach Lennons Tod 1980 habe dessen Ehefrau Yoko Ono gegenüber McCartney den Verdacht geäußert, Lennon könnte schwul gewesen sein. „Sie rief mich kurz nach Johns Tod an und sagte: ‚Weißt du, ich glaube, John könnte schwul gewesen sein‘“, sagte McCartney. Er selbst habe daran jedoch gezweifelt: „Ich persönlich glaube nicht, dass etwas passiert ist. Davon habe ich jedenfalls nie etwas gehört.“
McCartney betonte weiter, dass er während ihrer gemeinsamen Jahre in den 1960er-Jahren viel Zeit mit Lennon und zahlreichen Frauen verbrachte. „Es gab nie etwas“, erklärte er. „Es gab nie eine Geste, nie einen Ausdruck, es war nichts. Also hatte ich überhaupt keinen Grund, daran zu glauben.“
Viele Spekulationen in Jahrzehnten
Die Spekulationen über Lennons Sexualität hätten jedoch schon zuvor existiert, vor allem im Zusammenhang mit seiner Beziehung zum Manager der Band, Brian Epstein, der offen homosexuell war. McCartney erinnerte sich an eine gemeinsame Spanienreise 1963: „Brian redete mit ihm im Urlaub auf eine homosexuelle Art. Es ging um einen gut aussehenden Jungen, auf den Brian stand. Sie fuhren nach Spanien, hatten eine schöne Zeit. Kein Zweifel, John hätte bei allem mitgespielt. Ich persönlich glaube nicht, dass etwas passiert ist. Davon habe ich jedenfalls nie etwas gehört.“
In der Vergangenheit waren immer wieder Gerüchte über Lennons Beziehungen zu Männern aufgekommen. 2001 berichtete die US-Presse über einen Buchvorschlag von Pauline Sutcliffe, der Schwester des frühen Beatles-Bassisten Stuart Sutcliffe, wonach Lennon und Sutcliffe eine sexuelle Beziehung gehabt haben sollen. Diese Behauptung konnte allerdings auch nie bestätigt werden.