Colton Underwoods Geständnisse Ex-NFL-Star plaudert über intime Sex-Details unter Männern
Der ehemalige NFL-Spieler und Reality-TV-Star Colton Underwood (34) hat offen über die besondere Kultur in Umkleidekabinen des Profifußballs gesprochen. In der Podcast-Folge „Who’s the A**hole? with Katya“ beschrieb der frühere Bachelor ein Phänomen, das er als „merkwürdige Homoerotik“ bezeichnet: Spieler würden offen über intime Details sprechen, gleichzeitig aber unausgesprochene Regeln über Männlichkeit und Sexualität durchsetzen.
Prahlen über Penisse
„Da gibt es so eine merkwürdige Homoerotik in den Umkleidekabinen, wo sie offen über die Genitalien der anderen reden, aber man darf nicht zu lange starren, sonst heißt es gleich, man sei schwul. Aber wir reden über unsere Penisse. Wir sind nicht schwul. Das ist diese ganze inszenierte Sache, dieses Prahlen und Aufplustern“, so Underwood. Der 34-Jährige reflektierte weiter, wie sich dieses Umfeld auf seine psychische Gesundheit und Leistung während seiner aktiven Zeit ausgewirkt hatte: „Ich war so stark abgegrenzt und habe all diese Gefühle, Wut und Ängste unterdrückt. Wenn ich einfach ganz ich selbst hätte sein können, wäre ich dann ein besserer Spieler gewesen?“
Von der NFL ins Reality-TV
Nach seiner NFL-Karriere erlangte Underwood nationale Aufmerksamkeit in „The Bachelorette“ und später als „The Bachelor“. Er gestand, dass seine Reality-TV-Zeit komplexe Selbstmanipulationen beinhaltete, während er noch nicht öffentlich schwul lebte. „Ich denke, dass die Version von mir, die sich für ‚The Bachelor‘ angemeldet hat, eine Art Selbst-Umwandlungstherapie war… es gab immer diese merkwürdige Selbstmanipulation, die ich an mir selbst vorgenommen habe, um nicht ‚out‘ zu sein, nicht wirklich zu leben“, erklärte er.
Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Offenheit während des Casting-Prozesses ihm half, bei den Produzenten aufzufallen: „Ich habe ihnen gesagt: ‚Ich bin hier, um euch eine großartige Show zu liefern. Aber hier sind meine Grenzen. Fasst meine Top-Drei-Mädchen nicht an, und ich will großartiges Fernsehen machen.‘“
Leben abseits des Rampenlichts
Seit seinem Coming-Out 2021 lebt Underwood als Ehemann und Vater. 2023 heiratete er den politischen Strategen Jordan C. Brown, ein Jahr später wurde ihr Sohn Bishop Colton Brown-Underwood geboren. Über ihre Vaterschaft sagte er: „Viele wissen nicht, dass die Eizellspenderin eine andere Frau ist als unsere Leihmutter… zu einem Zeitpunkt hatten wir ein 12-köpfiges Fruchtbarkeitsteam. Ich fühlte, dass ich es öffentlich machen musste, weil ich so öffentlich gelogen habe… Ich hätte gehofft, dass jemand bereits damit offen umgeht, damit ich auf diese Informationen hätte zugreifen können.“ Über Brown sagte Underwood außerdem: „Er erfüllt jedes Detail, das ich je wollte. Wir haben uns sehr schnell verliebt. Ich schreibe das dem ‚Bachelor‘-Datingstil und dem zu, was ich aus der Show mitgenommen habe.“
Grindr und Glaube
Underwood berichtete auch von seiner Grindr-Nutzung als nicht geouteter Teenager: „Es war eine Möglichkeit, mich aus Sicht der Privatsphäre zu schützen… Ich denke, es war eine wirklich gute Erfahrung. Es erlaubte mir und anderen, anonym zu bleiben.“ Er gab zu, „Reverse-Catfishing“ betrieben zu haben, um seine Identität zu verbergen: „Ich wollte nie meine echten Fotos verwenden. Ich stellte Bilder ein, die nicht so gut waren. Wenn sie dann auftauchten, sagten sie: ‚Wow, das ist sogar besser als die Fotos.‘ So habe ich es gemacht, als ich noch nicht geoutet war.“ Obwohl er sich als Christ identifiziert, lehnt Underwood organisierte Religion ab, wie er weiter berichtete: „Strukturierte und organisierte Religion unterstütze ich nicht… es gibt viel, was die Kirche vertuscht und versteckt, und es ist ekelhaft. Am Ende ist es ein Geschäft.“