Von LGBTIQ+-Ikone zu MAGA Rapperin Nicki Minaj lässt Bots für sich jubeln
Die US-Rapperin Nicki Minaj ist von einer LGBTIQ+-Ikone zum MAGA-Fan geworden und lässt offenbar Bots dafür jubeln. Seit einer Weile macht die Musikerin vehement Werbung für Präsident Donald Trump und ihre Postings in den Sozialen Medien dazu werden millionenfach geklickt.
Traum-Fan mit Fake-Fans?
Doch nun schleicht sich der Verdacht ein, Minajs millionenfach geteilte und gelikte Posts könnten zum Teil gekauft sein: Laut dem israelischen Unternehmen Cyabra, das sich darauf spezialisiert hat, Fake-Accounts und Fake-News zu entlarven, hat auch die Rapperin einige Bots, die für sie und damit die Trumpsche MAGA-Bewegung applaudieren. Zwischen dem 11. November und dem 28. Dezember vergangenen Jahres soll ein koordiniertes Netzwerk von mehr als 18.000 Fake-Accounts Minajs Beiträge auf X systematisch verbreitet und kommentiert haben, so die Recherche von Cyabra und betont - solch hohe Anteile unechter Aktivität, seien sonst nur im Umfeld von Kriegen oder Präsidentschaftswahlen zu sehen.
LGBTIQ+-Community kritisiert Rapperin harsch
Offenbar ging es aber hauptsächlich darum, das Image der Musikerin zu stärken, die bei der LGBTIQ+-Community in Ungnade fiel und viel Kritik für ihre Trump-Lobhudelei bekam.
»Die Kampagne konzentrierte sich darauf, die sichtbare Unterstützung für Nicki Minaj zu verstärken, insbesondere in Beiträgen, die Kritik hervorriefen – um den Anschein einer breiten öffentlichen Zustimmung und einer unterstützenden Fangemeinde zu erwecken«, heißt es in dem Bericht von Cyabra.
Das Managemnet von Nicki Minaj schweigt zu den Vorwürfen. Dafür meldete sich Alex Brusewitz ungefragt zu Wort, Medien- und Politikberater Trumps und schreibt auf X: »Diese Story ist 100 % BS! Nicki Minaj, die berühmteste Rapperin aller Zeiten, braucht keine ›Bots‹ um sich in den sozialen Medien zu promoten«. Offenbar braucht Minaj diese Bots aber doch, denn die Kommentare zu ihrem Sinneswandel in Sachen Politik und queerer Rechte, sind ziemlich offensichtlich Fälschungen mit knapper generischer Zustimmung, wohingegen alte enttäuschte Fans sich wesentlich komplexer und mit Herzblut äußern.