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Queere Repräsentation leidet "The Last Of Us": Lev von cis Schauspielerin gespielt

Von kw - 27.03.2026 - 18:30 Uhr
HBO besetzt Lev mit cis Schauspielerin
Foto: © IMAGO / Eibner
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Fans von „The Last of Us“ zeigen sich enttäuscht über Besetzungsentscheidung, denn die Figur Lev wird nicht von einer trans* Person, sondern von cis Schauspielerin Kyriana Kratter gespielt.

 

Zentrale Schauspielwahl sorgt für Kritik

Mit der Entscheidung, in der kommenden dritten Staffel der HBO-Serie „The Last of Us“ die Figur Lev nicht mit einer trans* Person, sondern mit cis Schauspielerin Kyriana Kratter zu besetzen, hat der Sender einen Nerv getroffen. Obwohl Lev als trans* Junge in der Vorlage ein zentrales Symbol für trans* Repräsentation ist, entschied sich die Produktion gegen einen trans* Darsteller und befeuerte so eine Debatte um Authentizität und Sichtbarkeit queerer Personen im Mainstreamfernsehen. Besonders bemerkenswert: Eine ähnliche Debatte war bereits im Gaming-Bereich geführt worden; dort gab ein trans* Schauspieler Lev seine Stimme im gefeierten Videospiel.

 

Erwartungen an Diversität in Hollywood

Die Fans haben sich, nicht zuletzt nach dem Erfolg des Videospiels und angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen, explizit die Besetzung von trans* Rollen mit trans* Darstellerinnen und Darstellern gewünscht. Die Wahl von Kratter wird als Bruch mit diesem Wunsch verstanden. Laut Branchenanalysen äußern queere Communities regelmäßig, dass die Besetzung cis Menschen in Rollen, bei denen die Identität zentral ist, ein falsches Signal setzt. Auch innerhalb Hollywoods lässt sich ein wachsendes Bewusstsein für authentische Repräsentation beobachten: Immer mehr Projekte setzen auf queere Schauspielerinnen und Schauspieler für queere Rollen, auch weil damit eine glaubwürdige Wirkung beim Publikum erzielt werden soll. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Authentizität vor der Kamera Akzeptanz und Identifikation fördert.

 

Stimmen aus der queeren Community

Enttäuschung und Ärger spiegeln sich in direkten Reaktionen wider. Bella Ramsey, selbst im Hauptcast und offen queer, wird zwar weiterhin als positives Beispiel für Diversität genannt. Doch viele Stimmen kritisieren, dass gerade eine Serie, die wiederholt mit grausamer Authentizität und gesellschaftlichem Tiefgang punktet, das Empowerment von trans* Menschen an einer so entscheidenden Stelle verpasst hat. Vor allem junge queere Zuschauerinnen und Zuschauer bringen zum Ausdruck, dass Vorbilder auf dem Bildschirm für sie essenziell sind.

 

Repräsentation in Serien im Wandel

Die Besetzungspolitik von HBO ist dabei kein Sonderfall. Serien wie „Euphoria“ oder „Heartstopper“ gehen bewusst andere Wege und zeigen, dass divers besetzte Ensembles nicht nur aus politischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht erfolgreich sind. Zugleich dokumentieren Medienberichte, dass Fehlbesetzungen mit cis Darstellenden regelmäßig für Reputationsverluste bei Streamingriesen sorgen und Zuschauerbindung gefährden. Die Nachfrage nach authentischer Repräsentation ist messbar gestiegen, was sich direkt auf die Wahrnehmung und den Marktwert von Serienproduktionen auswirkt.

 

Ausblick: Wem gehört die Zukunft der Repräsentation?

Ob „The Last of Us“ mit der Wahl von Kratter dem Anspruch gerecht wird, vielfältige Lebensentwürfe realistisch abzubilden, bleibt fraglich. Für die Medienlandschaft steht fest: Sichtbarkeit und Teilhabe sind kein kurzfristiger Trend, sondern ein nachhaltiger Anspruch an zukünftige Serien und Filme. Werden prominente Produktionen weiterhin an vertrauten Mustern festhalten oder dem Wandel entschlossener begegnen? Damit steht die Branche vor einer Frage, deren Beantwortung weit über bloße Unterhaltung hinausweist.

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