Direkt zum Inhalt

Premium-Abo mit Goldkante? Grindr startet „Edge“: KI-Abo bis 500 Dollar

Von mr - 06.02.2026 - 20:30 Uhr
Grindr startet „Edge“: KI-Abo bis 500 Dollar
Foto: © iStock / jittawit.21
ANZEIGE
Loading audio player...

Grindr testet KI-Premium-Abo für 500 Dollar monatlich.

 

Digitale Partnersuche mit exklusiven Funktionen

Die beliebte Dating-App Grindr startet in ausgewählten Regionen ein Premium-Abonnement zum stolzen Preis von bis zu 500 US-Dollar pro Monat. Diese Initiative rückt künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt des Nutzerinnen -und Nutzererlebnisses. Userinnen und User in Australien, Neuseeland sowie einigen US- und kanadischen Metropolen können das neue Angebot mit dem Namen "Edge" testen. Ziel des Abos ist es, die Handhabung der App mit KI-gestützten Funktionen zu revolutionieren.

Im Alltag bringt „Edge“ Nutzerinnen sowie Nutzern automatisierte Gesprächszusammenfassungen, personalisierte Vorschläge und tiefere Einblicke in potenzielle Matches. Mit diesen KI-Tools sollen die Suche nach passenden Kontakten sowie Nachrichtenwechsel deutlich effizienter, zielführender und ansprechender werden. Der Startpreis liegt bei rund 80 Dollar wöchentlich, während Monatsabos laut Nutzungsberichten Schwankungen bis zu 500 Dollar zeigen. Zum Vergleich: Das bisherige Premium-Angebot von Grindr kostete im Jahr etwa 130 Euro.

 

Kontroverse um Kosten und Datenschutz

Die Einführung des exklusiven Edge-Abos spaltet die Community. Viele Nutzerinnen und Nutzer äußern Zweifel, ob die hohen Gebühren tatsächlich einen Mehrwert bieten und befürchten, dass Grundfunktionen der App zunehmend in teure Abomodelle verlagert werden. Besonders für ältere oder weniger zahlungskräftige Zielgruppen steige damit die Einstiegshürde. Erste Reaktionen sprechen von einer Kommerzialisierung, wie sie jüngst auch andere Dating-Plattformen verfolgen. Gleichzeitig betont AJ Balance, Grindrs Chef-Produktentwickler, dass alle KI-Features optional seien und besonders sensible Gesundheitsdaten nicht zur Auswertung herangezogen werden. Einzelne Tools können nach Wunsch deaktiviert werden.

 

Strategische Neuausrichtung bei Grindr

Ursprünglich positionierte sich Grindr als App mit günstigen Zugängen für queere Nutzerinnen und Nutzer – das Unternehmen will nun mit dem umfassenden Einsatz von künstlicher Intelligenz zum Vorreiter im Feld intelligenter digitaler Partnersuche werden. Bis 2027 plant Grindr, KI-Unterstützung in allen Funktionen anzubieten und sich langfristig als „AI-first company“ zu etablieren. Wann das neue "Edge"-Feature nach Deutschland kommt, bleibt vorerst noch offen.

 

Was erwartet die Community?

Das neue Preismodell und der starke Fokus auf exklusive KI-Dienste zeigen, wie sehr sich der Online-Dating-Markt wandelt. Grindr setzt damit Maßstäbe im Bereich digitaler Innovation, riskiert jedoch eine Entfremdung langjähriger Nutzerinnen und Nutzer. Es bleibt spannend, wie die Community auf diese Veränderungen reagiert und welchen Einfluss sie langfristig auf die Offenheit und Vernetzungsmöglichkeiten queerer Menschen weltweit haben werden.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDMareike Fallwickl: "Ein Frauenleben ist auch ohne Männer sehr erfüllt"DER SPIEGELFitness: Queere Körperideale - »Jetzt werde ich auch einer von denen«Süddeutsche ZeitungUnderdox-Festival in München: Die letzten Filme vor dem TodMOPOErst bepöbelt, dann verprügelt: Schwules Paar nach Einheitsfest angegriffenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Mehr Schutz für Gewaltopfer

Neues Gesetz erleichtert Trennung

Opfer häuslicher Gewalt sollen sich leichter aus gemeinsamen Mietverträgen lösen können – davon profitieren auch schwule Männer.
Zwischenwahlen in den USA

Queere Gen Z setzt auf Werte

Für die LGBTIQ+-Generation Z in den USA zählen bei Kandidaten vor allem gemeinsame Werte – deutlich mehr als eine gemeinsame Identität.
Coming-Out im Fußball

Schiedsrichter erzählt Details

Schiedsrichter Ryan Atkin spricht öffentlich über sein Schwulsein – und erhält dafür die Unterstützung des englischen Fußballverbands.
James Baldwin im Kino

Neuer Film über schwulen Autor

Barack und Michelle Obamas Produktionsfirma bringt „Baldwin: A Love Story“ über James Baldwins Leben, Lieben und Werk ins Kino.
Schwule Liebe gewinnt Gold

Fernfahrer-Drama holt Filmpreis

Das schwule Liebesdrama „Flesh & Fuel“ gewinnt beim Zurich Film Festival das Goldene Auge und erhält rund 26.700 Euro Preisgeld.
Blackfacing sorgt für Empörung

LGBTIQ+-Bar zieht Konsequenzen

Ein Blackface-Auftritt in einer LGBTIQ+-Bar in Pittsburgh sorgt landesweit für Empörung und entfacht eine Debatte über Rassismus in der Drag-Szene.
Eklat in Oregon

Streit um LGBTIQ+-Vorgabe

Oregon gewährt einer christlichen Adoptionsbewerberin eine Ausnahme von einer Vorgabe zur Unterstützung der LGBTIQ+-Identität von Kindern.
Fauci für HIV-Arbeit geehrt

Auszeichnung für Anthony Fauci

Anthony Fauci wird für seinen jahrzehntelangen Einsatz gegen HIV/Aids und seine Zusammenarbeit mit der LGBTIQ+-Community ausgezeichnet.
Meta sperrt Mister Gay Europe

Pereira kämpft um seine Konten

Meta sperrte sämtliche Konten von Mister Gay Europe Michael Pereira. Trotz Bezahlabo erfährt der Schweizer nicht, warum.