Film enthüllt Privatleben Armani-Biopic: Dreharbeiten nach Ungarn verlegt
Der Glamour des Lebens von Giorgio Armani soll nun auf die Leinwand kommen: Ein epischer Biopic über den verstorbenen Modepionier wurde offiziell angekündigt. Die Inszenierung übernimmt kein Geringerer als Oscarpreisträger Bobby Moresco, das Drehbuch dafür verfasst er gemeinsam mit seiner Tochter. Produzent Andrea Iervolino verlegt derweilen die Dreharbeiten ausgerechnet nach Ungarn – eine Entscheidung, die in Italiens Filmszene für Diskussionen sorgt.
Modeikone neu beleuchtet
Das mit Spannung erwartete Werk „Armani – The King of Fashion“ verspricht, Leben und Karriere Giorgio Armanis vielschichtig zu erzählen. Moresco bringt Erfahrung mit dem Genre mit, denn er schrieb bereits das Drehbuch zu „Lamborghini: The Man Behind the Legend“ und gewann für „Crash“ den Oscar. Armani wird dabei als revolutionäre Kraft und diskreter Visionär inszeniert: Dessen Stil prägte Generationen von Hollywoodstars und beeinflusste die Modesprache des internationalen Kinos. Armani stattete Ikonen wie Richard Gere, Cate Blanchett und Julia Roberts aus – sein Markenzeichen, Eleganz als Haltung, wird durch dieses Filmprojekt einer neuen Generation zugänglich.
Besonders neugierig macht die Frage, ob auch das Privatleben des Designers Berücksichtigung findet. Bisher gab es von der Produktionsseite kein klares Statement dazu, ob etwa die Beziehung zu seinem langjährigen Lebensgefährten sowie Geschäftspartner Sergio Galeotti oder zu Leo dell’Orco ein filmisches Thema werden. Gerade diese biografischen Facetten könnten dem Film emotionale Tiefe verleihen und gesellschaftlich relevante Akzente setzen.
Drehort Ungarn statt Italien
Die Entscheidung, den Film außerhalb Italiens zu drehen, fiel laut Produzent Iervolino nach Abwägung internationaler Investoreninteressen und der aktuell unsicheren Lage für Filmfinanzierungen im Heimatland. Italien erlebe derzeit einen strukturellen Umbruch, etwa durch umstrittene Änderungen am Steuergutschriften-System, die für massive Unsicherheit sorgen. Branchenexpertinnen und Branchenexperten warnen, dass internationale Produktionen zunehmend nach Osteuropa abwandern – ein Trend, der dem italienischen Kino erheblich schaden könnte.