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"Trevor Project" mit Geldsegen Philanthropin MacKenzie Scott: Rekordspende für Queer-Jugend

Von mr - 13.01.2026 - 15:30 Uhr
Philanthropin MacKenzie Scott: Rekordspende für Queer-Jugend
Foto: © IMAGO / ZUMA Press Wire
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Millonenenspende für queere Jugend: MacKenzie Scott unterstützt "Trevor Project".

 

Rekordzuwendung für queere Jugendhilfe

Ein seltener Hoffnungsschimmer für queere Jugendliche inmitten politischer Unsicherheiten: Die US-Philanthropin MacKenzie Scott hat dem LGBTIQ+-Hilfswerk "Trevor Project" eine Spende in Höhe von 45 Millionen Dollar zukommen lassen. Laut Organisation handelt es sich um den bislang größten Einzelbeitrag in ihrer Geschichte. Das Geld soll gezielt dazu beitragen, die Angebote zur Suizidprävention und Krisenintervention für LGBTIQ+-Jugendliche langfristig zu sichern und auszubauen. Besonders vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher und politischer Anfeindungen gegen queere Communitys sehen Verantwortliche den Zeitpunkt dieser Spende als wegweisend. Scott ist Geschäftsfrau und Autorin. Mit einem Vermögen von 31,7 Milliarden US-Dollar, das sie zusammen mit ihrem Ex-Mann Jeff Bezos durch den Aufbau des Konzerns Amazon erlangte, ist sie momentan die fünftreichste Frau der Welt.

 

Alarmierende Lage für queere Jugendliche

Jüngste Untersuchungen belegen, dass psychische Belastungen bei LGBTIQ+-Jugendlichen in den USA eine historische Höchstmarke erreicht haben. Studien eines führenden Gesundheitsinstituts zeigen, dass mehr als 40 Prozent dieser jungen Menschen in den letzten zwölf Monaten ernsthaft an Suizid gedacht haben – eine Zahl, die weit über dem Durchschnitt der Gesamtjugend liegt. Verstärkt wird der Druck durch politische Initiativen, welche Unterstützungsangebote einschränken und existenzielle Unsicherheiten befeuern. Die Mittel des Trevor Project sind damit oft buchstäblich lebensrettend und in den letzten Jahren enorm gefragt.

 

Reaktionen aus der Organisation

„Diese historische Zuwendung gibt Sicherheit, während sich die politische und wirtschaftliche Lage weiter verschärft“, erläutert Jaymes Black, Vorstand des Trevor Project. Das Team plane, die Mittel strategisch zu investieren, um kurzfristige Hilfen ebenso wie langfristige Strukturen für queere Jugendliche abzusichern. Ziel bleibe, dass alle LGBTIQ+-Jugendlichen sich geschützt und anerkannt wissen. Für viele Betroffene ist das Hilfsangebot häufig der erste Ausweg in einer von Diskriminierung geprägten Umgebung.

 

Engpässe bei Krisenhilfe und politischer Gegenwind

Das Trevor Project, als größte Organisation für Suizidprävention von LGBTIQ+-Jugendlichen in den USA, steht immer wieder vor politischen und gesellschaftlichen Hürden. In mehreren Bundesstaaten mussten ähnliche Hilfsangebote bereits Budgets kürzen oder ganz einstellen, wie Recherchen zeigen. Auch internationale Beratungsstrukturen erleben derzeit wegen politischer Eingriffe und fehlender Mittel wachsende Unsicherheit. Die Finanzierung durch private Zuwendungen wird so zunehmend zum Rückgrat existenzieller Angebote.

 

Weichenstellung für die Zukunft queerer Jugendhilfe

Mit der Rekordspende von MacKenzie Scott erhält die queere Community einen stabilisierenden Impuls, der auch in Deutschland Beachtung findet. Wie nachhaltig dieser Effekt ist, zeigt sich jedoch erst, wenn ähnliche Strukturen ebenfalls abgesichert werden. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen bleibt die Frage, ob auch andere Großspender und politische Akteurinnen und Akteure diesem Beispiel folgen werden, um Krisenintervention und Lebenshilfe für junge queere Menschen auf Dauer zu sichern.

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