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Heated Rivalry Schwule Serie wäre wegen expliziter Sexszenen gecancelt worden

Von ms - 05.01.2026 - 16:00 Uhr
Heated Rivalry
Foto: HBO Max
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Gute Nachrichten zum Jahresbeginn: Die schwule Lovestory „Heated Rivalry“ kommt 2026 tatsächlich nach Deutschland – das bestätigte jetzt Warner Bros. Discovery. „Wir werden den Termin verkünden, sobald er fix ist“, so das kurze Statement des Filmstudios. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die sechsteilige Geschichte um zwei schwule Eishockey-Spieler beim hauseigenen Streamingdienst HBO Max erscheinen, der nächste Woche auch in Deutschland startet.

Angst vor Sex-Szenen

Außerdem wird die Serie dann wahrscheinlich auch über Amazon Prime abrufbar sein, der Streamingdienst hat die Serie bereits ins Programm genommen, allerdings aktuell noch ohne Kauf- oder Streamingoption. Derweil berichtete der Schöpfer der Hit-Serie, Jacob Tierney, dass „Heated Rivalry“ beinahe vorab gecancelt worden wäre – Grund dafür sollen die expliziten schwulen Sex-Szenen gewesen sein. 

Seit seiner Veröffentlichung ist die Mini-Serie sowohl in Kanada wie in den USA ein sehr großer Erfolg, vor allem wegen seiner jahrzehntelangen Liebesgeschichte, der sorgfältig kuratierten Musik und der unbestreitbaren, besonderen Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Connor Storrie und Hudson Williams. Doch das meistdiskutierte Element der Serie sind bis heute die explosiven Sex-Inhalte, bei denen die leidenschaftlichen Begegnungen von Shane und Ilya regelmäßig auf sozialen Medien viral gehen – inzwischen ein Markenzeichen des Formats. 

Beim Studio selbst stieß diese sexuelle Freizügigkeit indes auf massiven Widerstand, so Tierney. In einem Interview mit dem Magazin Slate reflektierte der Schöpfer und Drehbuchautor über die anfänglichen Probleme, denen er beim Pitchen der Serie begegnete. Dabei verriet er, dass einige hochrangige Studio-Mitarbeiter vorschlugen, die intimen Momente zwischen Shane und Ilya erst in der zweiten Staffel zu zeigen. „Ich dachte mir: 'Was redest du da?! Diese Bücher sind Porno. Denkst du, dass das Publikum hier ist, trotz dessen? Sie sind hier deswegen. Das wollen sie. Das ist es, was sie wollen'“, so Tierney. 

Zweite Staffel in Planung 

Schlussendlich setzte er sich durch und ist bis heute froh darüber, auf seine Instinkte gehört zu haben: „Ich denke, wenn ich den Ratschlägen oder Anmerkungen gefolgt wäre, hätte ich eine Show gemacht, die den Leuten nicht gefallen hätte, vor allem nicht der Kernzielgruppe. Ich glaube nicht, dass wir die Reaktion bekommen hätten, die wir jetzt haben.“ Die Serie läuft indes so gut, dass inzwischen eine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde. „Wir folgen weiterhin Shane und Ilya. Das wird keinen schockieren. Es gibt sicherlich die Möglichkeit, dass wir zusätzliche Ressourcen haben, und wir können Dinge tun, die wir gerne tun würden. Ihr werdet eine Menge Inhalt bekommen. Alle sind ziemlich engagiert in diesem Universum, in dieser Welt. Es wird also gut werden“, so der Serienschöpfer zur angedachten Fortsetzung. 

Besondere Zielgruppe: Frauen 

Die Geschichte nach dem Roman von Rachel Reid folgt dabei der jahrelangen geheimen Beziehung zwischen den beiden Profispielern Shane Hollander (Williams) und Ilya Rozanov (Storrie) und hat nebst schwulen Männern noch eine zweite große Fan-Gemeinde: Frauen. Das belegen die offiziellen Abrufzahlen von Streamingdienst HBO Max. In einem Interview mit dem US- Magazin Them erklärte Schauspieler Williams dazu: „Oberflächlich betrachtet ist es verwirrend, dass Heterofrauen die Serie gefällt. Kollege Hollander ergänzt, Freundinnen von ihm hätten ihm erklärt, es sei „die Art, wie die Geschichte und der Sex erzählt wird, ein ausgedehntes Vorspiel und Verlangen, wozu sich das weibliche Publikum hingezogen fühlt“. 

Mastermind Tierney betonte außerdem dazu gegenüber der New York Times: „Je persönlicher man etwas macht, je intimer man es gestaltet, desto größer ist die Chance, ein breites Publikum zu erreichen. Frauen lieben diese Bücher. Es sind Bücher, die von einer Frau geschrieben wurden. Es sind Bücher, die größtenteils von Frauen gelesen werden. Nach dem, was ich gehört habe – von den Frauen, die mir, Rachel Reid und den Jungs geschrieben haben –, liegt eine gewisse Sicherheit darin, dass die Frau aus dem Geschehen herausgenommen ist. Man sieht etwas, das zwischen zwei Männern passiert, und es gibt keine Angst vor Gewalt.“

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