Jordan Firstman rudert zurück Queere Hockey-Romanze „Heated Rivalry“: Nicht schwul genug?
Jordan Firstman rudert zurück: Sexy Eis und heiße Debatten.
„Nicht schwul genug“? – Die Kritik, die das Netz spaltete
Jordan Firstman, bekannt aus „I Love LA“, hat ordentlich Öl ins sprichwörtliche Klatsch-Feuer gegossen: In einem Interview teilte der Schauspieler zunächst kräftig gegen die queere Hockey-Romanze „Heated Rivalry“ aus. Sein Vorwurf: Die Serie zeige keinen „echten“ schwulen Sex –und überhaupt könne angeblich ein heterosexueller Autor das ohnehin nicht glaubwürdig inszenieren. Dass „Heated Rivalry“ aber tatsächlich von einem offen schwulen Schöpfer, nämlich Jacob Tierney, stammt, brachte den Gossip-Kessel zum Brodeln.
Rage im Netz und ein prominentes Insta-Eigentor
So richtig Fahrt nahm das Drama auf, als Serienstar François Arnaud, charmant, schlagfertig und selbst schwul, auf Instagram konterte: Gibt es nur einen „richtigen“ Weg, wie Männerliebe im Fernsehen auszusehen habe? Rasch sammelte sein Kommentar zehntausende Likes und Firstman fand sich im Mittelpunkt einer Debatte wieder, die die Community mindestens so spaltete wie ein WM-Finale. Der Social-Media-Gegenwind war nicht zu unterschätzen: In Windeseile knickte Firstman ein und bekannte dünnhäutig in seiner Insta-Story, er wolle künftig die Finger stiller halten: „Ich liebe Heated Rivalry. Und ich bin halt manchmal einer, der die Klappe nicht halten kann. Aber daran arbeite ich.“
Der Hintergrund: Queeres Steaming im Wandel
Mit dem Erfolg von „Heated Rivalry“ und der Bestätigung einer zweiten Staffel zeigt sich deutlich: Diversität kommt bei Zuschauerinnen und Zuschauern an. Die Serie, basierend auf Rachel Reids Romanreihe, punktet nicht nur mit glühender Chemie zwischen Connor Storrie und Hudson Williams, sondern auch mit expliziten Szenen, die mediale Hitzewellen auslösten. Besonderer Fokus liegt dabei auf Echtheit und Vielschichtigkeit queerer Identitäten – und genau hier spalten sich die Meinungen, wie authentisch Sexszenen abgebildet werden sollen.
Auch außerhalb von „Heated Rivalry“ ist queere Sichtbarkeit im TV im Aufwind: Produktionen wie „Heartstopper“ oder das neue Format „The Prince’s First Love“ liefern längst unterschiedlichste Nuancen queeren Lebens und Liebens.
Schaulust, Shitstorm – und echte Fortschritte?
Für Tabloid-Fans bleibt die wichtigste Frage offen: Wer hat denn nun recht, und spielt das im Zeitalter diverser Sichtbarkeiten überhaupt noch eine Rolle? Die Tatsache, dass gerade innerhalb der Community über „Authentizität“ gestritten wird, zeigt: Sichtbarkeit bringt mehr Stimmen, mehr Streit – und damit auch Entwicklung. Vielleicht ist das der eigentliche Beweis, dass queere Geschichten endlich mitten in der gesellschaftlichen Arena angekommen sind.