Direkt zum Inhalt

Ex-Pornostar packt aus Intimes Insiderwissen über die Branche von Spencer Quest

ms - 11.12.2025 - 16:15 Uhr
Ex-Pornostar packt aus
Foto: Instagram / aniceguylikeme
ANZEIGE
Loading audio player...

Spencer Keasey (57), besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Spencer Quest“, hat seine Autobiografie veröffentlicht und gewährt darin einen tiefen Einblick in seine Zeit in der schwulen Erotikindustrie sowie seine späte Selbstfindung. Keasey, der in den 2000er-Jahren eine prägende Figur des Studios Titan Media war, beschreibt in seinem englischsprachigen Buch „A Nice Guy Like Me“ seinen Weg von der Pornobranche zu einem neuen Leben abseits des Rampenlichts.

Karriere-Start mit 36 Jahren

Keasey, der in Südafrika und Pennsylvania aufwuchs, begann seine Karriere als Escort in London, bevor er sich 2004 mit 36 Jahren für einen Einstieg in die Pornobranche entschied. Unter dem Namen „Spencer Quest“ trat er in zahlreichen Filmen auf und prägte das Image des hypermaskulinen Mannes. Keasey betont dabei in seiner Autobiografie, dass sein Eintritt in die Branche für ihn wie eine „Quest“, eine Reise und Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung war.

Er erzielte schnell Erfolge: 2006 gewann er den GayVN Award für den besten Dreier und wurde 2007 als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Trotz seines kometenhaften Aufstiegs im Business behielt er seine Karriere zunächst geheim. Zudem waren die ersten Jahre überschattet von persönlichen Suchtproblemen und seiner HIV-Infektionen, er selbst beschreibt jene Zeit als „zwei parallele Leben“. 

Nachdem seine Karriere in der Erotikbranche zu Ende ging, arbeitete er zunächst weiter als Schauspieler im Theater und in Musicals und kuratierte auch Ausstellungen in der Jim Bakker Gallery. Schlussendlich zog er sich in die „schwulste Kleinstadt der USA“ nach Provincetown zurück, wo er eine neue berufliche Herausforderung fand. Er wurde Leiter des Men’s Health Projects der AIDS Support Group von Cape Cod und engagiert sich seitdem für die Gesundheit von Männern in der LGBTIQ+-Community. 

Ehrliche Reflexionen 

Keasey blickt in seinen Memoiren auf seine Zeit im Erotikgeschäft zurück und räumt mit vielen Vorurteilen über die Branche auf. Er schildert in seinem Buch detailliert die Abläufe und Bedingungen der Branche, darunter auch die finanziellen Aspekte, wie etwa, dass Schauspieler typischerweise für „zwei Cumshots“ bezahlt werden. US-Kritiker beschreiben das Werk als „eine schonungslose und aufschlussreiche Darstellung des Lebens eines Adult-Filmstars“.

In seiner Autobiografie geht Keasey allerdings nicht nur auf seine Zeit als Pornostar ein, sondern behandelt auch andere Facetten seines Lebens, etwa seine Kindheitstraumata und seine Vorliebe fürs Stricken. Das Buch beleuchtet eine Subkultur, die häufig verzerrt und reißerisch dargestellt wird, und gewährt einen seltenen Blick auf die Lebensrealitäten von Menschen in der schwulen Pornobranche. Andere bekannte Werke in diesem Metier sind Charles Isherwoods „Wonderbread and Ecstasy“, Scott O'Haras „Autopornography“ oder auch Seth Kings «Diary of a Gay Porn Star“. Einen Erscheinungstermin für eine deutschsprachige Ausgabe gibt es bisher noch nicht. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Krise bei Hudson Williams

Freundin kritisiert Hardcore-Fans

Die Freundin von Heated Rivalry-Star Hudson Williams berichtet von Fans, die Grenzen überschreiten und sie in ihrem Tattoo-Studio ausspionieren wollen
Viel Aufregung In Italien

Softes Outing bei Influencer?

Einer von Italiens beliebtesten Influencern Lollo Lacustre spricht offen über seine Anziehung zu Männern und darüber, ob er bisexuell sein könnte.
Schwule Satire mit Spitzen

Heterosexualität als Krankheit

Im neuen Kinofilm „Jim Queen“ bedroht die „Heterose“ einen schwulen Fitness-Influencer – eine bissige Satire auf Körperkult und Szeneklischees.
George-Michael-Tribut

Kritik über Hommage bei VMAs

Die MTV Video Music Awards würdigen George Michael mit einem großen Tribut – doch die Auswahl der Künstler sorgt in der queeren Community für Kritik.
Zoff bei Kaulitz und Klum?

Spekulationen machen die Runde

Zoff im Paradies? Bill Kaulitz fehlte beim „Heidifest“, angeblich wegen eines Shootings in L. A. - oder gab es doch Streit mit Heidi Klum?
Troye Sivan und die Scham

Feminines Verhalten in Jugendtagen

Troye Sivan spricht über seine frühe Scham, über Schwulsein sowie Weiblichkeit und darüber, wie Drag ihm zu mehr Freiheit verholfen hat.
He-Man und Neil Patrick Harris

Heimliche Wrestling-Liebe

Schauspieler Neil Patrick Harris hat verraten, seine heimliche Wrestling-Begeisterung als Kind sei ein Hinweis auf sein späteres Schwulsein gewesen.
Amber Glenn und Heated Rivalry

Tango mit schwuler Eishockeyserie

Die queere Eiskunstläuferin Amber Glenn hat bei „Dancing With The Stars“ mit einer Hommage an die Serie "Heated Rivalry“ für Begeisterung gesorgt.
Lady Gagas Kinderwunsch

Tochter per Leihmutter geboren

Lady Gaga und Michael Polansky sind Eltern einer Tochter geworden. Nach den neusten Informationen brachte eine Leihmutter das Kind zur Welt.