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Impfung gegen HPV Fast jeder sexuell aktive Mensch infiziert sich mit HPV

Von ms - 02.01.2026 - 09:00 Uhr
Impfung gegen HPV
Foto: iStock / Nansan Houn
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Bis heute werden innerhalb der Community oftmals mit Blick auf Geschlechtskrankheiten die humanen Papilloma-Viren, kurz HPV, schlicht vergessen. Sie sind leicht übertragbar und können vielfältige Folgen wie Genitalwarzen und Krebserkrankungen nach sich ziehen, auch am Penis sowie am After. Schwule und bisexuelle, sexuell aktive Männer gehören zur Risikogruppe bei der Übertragung.

Flächendeckende Wirksamkeit 

Eine HPV-Impfung ist dabei inzwischen wirksam gegen viele aggressive Subtypen, wird meist bereits in Jugendjahren verabreicht und kann auf Kosten der Krankenkassen in vielen Fällen bis zum 30. Lebensjahr nachgeholt werden. Eine neue Studie aus Dänemark belegte nun, dass die Impfung Infektionen mit relevanten Virustypen in der Fläche stark zurückdrängen kann, insbesondere jene Virusvarianten (HPV 16 und 18), die zu Krebs führen können. Damit kann sich das Virus weniger verbreiten, so die jüngsten Daten, herausgegeben vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit Sitz in Stockholm. 

Der Schutz wirkt sowohl bei Männern wie auch bei Frauen, bei denen HPV einen Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Mindestens 14 der mehr als 100 HPV-Typen werden inzwischen von den Experten als Hochrisikovarianten angesehen. Humane Papillomviren gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts infiziert sich im Laufe eines Lebens fast jeder sexuell aktive Menschen mindestens einmal damit. In vielen Fällen merken Betroffene nicht, dass sie infiziert sind – zumeist bleiben viele Infektionen auch ohne Folgen. 

HPV bei Männern 

Männer infizieren sich vor allem durch Analverkehr mit HPV, eine Übertragung ist allerdings auch oral möglich, wobei es bis zu zwei Jahre dauern kann, bevor die Infektion abgeklungen ist – in dieser Zeit ist die Weitergabe des Virus an andere Sexualpartner möglich. Bei Männern kann HPV zu Krebs am Penis, am After sowie im Mund führen. Dr. Olaf Degen, Ärztlicher Leiter der Infektiologie des Ambulanzzentrums im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), erklärte dazu gegenüber SCHWULISSIMO: „Die mit HPV verbundenen Krebserkrankungen etwa im Mund-/Rachen- oder Analbereich sind für die Einzelnen tragisch. Sie sind wiederum mit vielen Komplikationen verbunden, wenngleich sie im Vergleich zu den häufigeren Krebserkrankungen an Lunge und Darm seltener vorkommen (…) Die meisten Infektionen verursachen keine Beschwerden, sie heilen häufig aus. Bilden sich Feigwarzen, sind diese in den meisten Fällen ebenfalls schmerzfrei.“

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