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Abkehr von Diversitätspolitik US-Verteidigungsminister attackiert queere Menschen

Von mr - 04.12.2025 - 18:30 Uhr
US-Verteidigungsminister attackiert queere Menschen
Foto: © IMAGO / ZUMA Press Wire
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Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht erneut im Zentrum einer heftigen Debatte um sexistische, queerfeindliche und diskriminierende Aussagen. Der ehemalige Fox-News-Moderator und Irakkriegsveteran fällt seit Monaten durch einen Kurs auf, der viele als Paradebeispiel sogenannter toxischer Männlichkeit in Führungspositionen sehen.

 

Offensive gegen Diversität und Akzeptanz

Immer wieder nutzt Pete Hegseth seine öffentliche Position für Angriffe gegen Frauen, trans* Personen und Programme zur Förderung von Vielfalt. In Interviews erklärte er, dass Frauen seiner Ansicht nach nicht für den Kampfdienst geeignet seien und verwarf gleichberechtigte Teilhabe von trans* Menschen in Streitkräften als „komplizierend“, so wörtlich. Ebenso äußerte er sich abfällig über Diversity-Programme und stellte die Notwendigkeit geschützter Räume oder Maßnahmen für Minderheiten infrage. Besonders aufsehenerregend: Die Forderung nach einer Rückkehr zur diskriminierenden „Don’t Ask, Don’t Tell“-Regelung, die queeren Menschen lange den Dienst in Uniform erschwerte.

Zunehmend betont der Verteidigungsminister auch traditionelle Geschlechterrollen, zuletzt mit der polemischen Aussage: „Keine Typen mehr in Kleidern!“, was auf trans* Menschen und Drag-Kultur abzielte. Historisch gesehen haben Drag-Auftritte jedoch seit Jahrzehnten eine feste Tradition in Armeen, insbesondere zur Unterhaltung in Kriegszeiten – eine Tatsache, die von Hegseths Rhetorik ignoriert wird.

 

Symbolpolitik und autoritärer Führungsstil

Unter der Leitung von Hegseth wurden bedeutende Entscheidungen getroffen, die weitreichende Symbolwirkung besitzen. So wurde etwa der Name des Marine-Schiffs, das bisher nach dem LGBTIQ+-Ikone Harvey Milk benannt war, gestrichen und durch den eines hochdekorierten Soldaten ersetzt. Damit unterstrich der Minister seinen Willen, sichtbare Zeichen queerer Anerkennung in den Streitkräften gezielt zurückzudrängen. Auch die Sperrung einer Beförderung aufgrund von Drag-Performances sowie Äußerungen über das Wahlrecht von Frauen und die Kriminalisierung homosexuellen Verhaltens sorgten für Unruhe.

„Wir sind raus aus der Wokeness und Schwäche. Keine Pronomen, keine Klimaobsession, keine Notfall-Impfpflichten und keine Männer in Kleidern – damit sind wir fertig.“ - Pete Hegseth vor Spezialeinheiten, Mai 2025

Kritikerinnen und Kritiker warnen, dass diese Politik nicht nur ein Rückfall in überkommene Rollenmuster sei, sondern auch internationalen Verpflichtungen zu Diversität und Nichtdiskriminierung widerspreche. Aktuelle Untersuchungen des US-Generalinspekteurs bescheinigen Hegseth außerdem den fahrlässigen Umgang mit Verschlusssachen und werfen die Frage nach der Sicherheit militärischer Operationen auf.

 

Folgen für Gesellschaft und Militär

Die politische Agenda von Pete Hegseth stellt Grundwerte gleichberechtigter Teilhabe in Frage und verschärft gesellschaftliche Spannungen. Während besonders LGBTIQ+- und Frauenverbände entschlossene Gegenwehr organisieren, wächst international die Sorge, dass die USA als Vorbild für Offenheit und Inklusion ins Hintertreffen geraten könnten. Die öffentliche Diskussion wird wohl nicht so bald abebben, entscheidend wird sein, ob sich das politische und militärische Umfeld gegen diese Form der Diskriminierung positioniert oder schweigend hinnimmt.

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