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LGBTIQ+-Reisen in den VAE Eine Entdeckungstour durch Abu Dhabi und Dubai

tb - 15.11.2025 - 12:00 Uhr
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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich in kürzester Zeit von verschlafenen Küstenorten zu einem der schillerndsten Epizentren für Kunst, Kultur und Luxus im Nahen Osten gewandelt. Besonders Abu Dhabi und Dubai locken mit endlosen Stränden, visionärer Architektur und einer neuen Offenheit für internationale Reisende – doch wie steht es wirklich um die kulturelle Vielfalt, insbesondere für LGBTIQ+?

Wer heute Abu Dhabi oder Dubai besucht, findet eine faszinierende Mischung aus ultramodernem Lifestyle und respektvoller Bewahrung der Traditionen. Einst überwiegend von Fischern und Perlentauchern bewohnt, veränderte die Entdeckung des Erdöls in den 1960er Jahren alles: Stählerne Wolkenkratzer durchbrechen heute die Wüstensonne, allen voran der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Glitzernde Hotels reihen sich an palastartige Kulturzentren, während Inseln wie Saadiyat auf Abu Dhabi zu Kraftzentren für Kunst und Bildung werden, mit Dependancen renommierter Universitäten und spektakulären Museen wie dem Louvre Abu Dhabi.

Naturfreunde entdecken am „Strand der Glücklichen“ auf Saadiyat nicht nur feinen Sand, sondern auch das jährliche Nesteln der seltenen Grünen Meeresschildkröten oder die verspielten Delfinschwärme im türkisfarbenen Wasser. Wer mehr Action sucht, findet sich zwischen Fitnesskursen, Yoga-Workshops oder im osmanisch inspirierten Spa internationaler Luxushotels wieder.

Die Emirate liefern sich einen regelrechten Wettstreit um kulturelle Superlative: Auf Saadiyat Island entstehen moment­an Großprojekte wie das Guggenheim Abu Dhabi, eine neue Oper von Zaha Hadid und das visionäre Sheikh Zayed Nationalmuseum. Im benachbarten Dubai zieht das futuristische „Museum of the Future“ Technikbegeisterte und Träumer gleichermaßen an. Und das Shopping-Erlebnis? Ob Mall of the Emirates mit Indoor-Skipiste und Pinguinen (!) oder das Dubai Mall mit 1.200 Shops, Eislaufbahn und der größten choreografierten Fontäne der Welt – Langeweile hat hier keine Chance.
 

© iStock / NiseriN

LGBTIQ+-Lebensgefühl: Zwischen Vorsicht und Lebenslust

Stellt sich die Frage: Wie offen und sicher fühlen sich queere Reisende wirklich in den Emiraten? Das geltende Recht sieht formell harte Strafen bei gleichgeschlechtlichen Handlungen vor, doch offizielle Statistiken und Berichte legen nahe, dass diese Gesetze im Alltag und insbesondere gegenüber Ausländern derzeit kaum angewendet werden. Das öffentliche Leben bleibt von konservativer Zurückhaltung geprägt, offen gelebte Zuneigung, sei sie hetero- oder homosexuell, ist verpönt und kann zu Missverständnissen führen.

Trotzdem etabliert sich eine internationale und teils queere Community, die meist im privaten Rahmen ein überraschend lebendiges soziales Netzwerk pflegt. Wie ein langjähriger Expat erzählt.

Riesige Hotelbars, Rooftop-Clubs und exklusive Treffen in privaten Wohnungen zeichnen in Dubai und Abu Dhabi ein facettenreiches Nachtleben, das zwar nicht explizit „gay friendly“ firmiert, aber durchaus queere Gäste willkommen heißt, mit dem nötigen Maß an Diskretion.

Offene Pride-Veranstaltungen oder queere Kulturszene sucht man hier vergeblich. Trotzdem weht ein Hauch von Aufbruch: Popikonen wie Ricky Martin oder Beyoncé sorgten in den letzten Jahren bei ihren Auftritten für internationale Schlagzeilen. Zugleich bleibt der Zugang zu Dating-Apps oder LGBTIQ-Websites oft nur über VPN-Dienste möglich. Gäste sollten darüber hinaus nie die Einfuhr von verbotenen Substanzen riskieren und sich auf sensible Unterschiede einstellen,  etwa bei Hotels, die möglicherweise getrennte Betten für gleichgeschlechtliche Paare vorsehen.

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