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Outing im Profi-Volleyball Der Chef des US-Männer-Volleyballteams outet sich online

Von ms - 19.06.2025 - 14:00 Uhr
Outing im Profi-Volleyball
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Coming-Out im Profisport: Der Kapitän des US-Männer-Volleyballteams Erik Shoji hat sich jetzt im Alter von 35 Jahren als queer geoutet. In einigen Posts in den sozialen Medien berichtete der in Honolulu geborene US-Amerikaner und zweifache Olympia-Gewinner über sein Leben vor dem Outing und über seinen Kampf mit sich selbst sowie der Suche nach seiner Wahrheit. 

Langer Weg zur Akzeptanz 

Die Clips wurden binnen kürzester Zeit millionenfach bereits geteilt und gingen schnell international viral, fast durchwegs gratulieren ihm Fans und User zu diesem Schritt. Gleich zu Beginn erklärte der Libero-Spieler dabei: „Ich bin heute hier, um der Welt zu sagen, dass ich queer bin.“ An seiner Seite  saß sozusagen als mentale Unterstützung sein Labradoodle. Er holte einmal tief Luft und sagte weiter: „Es ist beängstigend, aber gleichzeitig auch befreiend. Ich glaube, die persönliche Akzeptanz braucht eine Weile. Bei mir hat es sehr lange gedauert, und ich arbeite immer noch jeden Tag daran.“

Der US-Sportprofi betonte außerdem, dass er trotz diverser Schwierigkeiten heute seine Identität akzeptiere, er mit ihr zufrieden ist und diese ihn „stärker, selbstbewusster und selbstsicherer gemacht hat, als ich es je war.“ Darüber hinaus bekräftigte er: „Ich habe das Gefühl, dass dies, angesichts dessen, wer ich bin, und der Plattform, die ich habe, mein Moment ist, und ich freue mich sehr darauf, danach weiterzumachen.“ Shoji gilt in Sportkreisen als der derzeit beste Libero-Volleyballer der Welt, seit 2013 ist er Mitglied der US-amerikanischen Volleyball-Nationalmannschaft der Männer. Er hält den Stanford-Rekord für seine Karriere und verhalf den USA zu Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen 2016 und 2024 sowie zu Goldmedaillen bei der FIVB-Weltmeisterschaft 2015 und 2024.

Unterstützung von den Verbänden 

Nun freue er sich darauf, so Shoji, als öffentlicher queerer Sportler weiterzumachen, was für ihn bedeute, „frei und ich selbst zu sein. Das bin ich jetzt schon seit ein paar Jahren im Freundeskreis und es fühlt sich gut an. Ich möchte, dass sich mein Leben so anfühlt, als hätte ich nur ein Leben, und ich denke, wenn ich das jetzt sage, kommt viel davon zusammen.“ Er wolle nun sein neues Selbstvertrauen nutzen, um als Sportler noch besser zu werden und auch gerade für andere LGBTIQ+-Menschen ein positives Vorbild zu sein. 

„Die Volleyball-Gemeinschaft ist so offen und akzeptiert so viele verschiedene Arten von Menschen, das ist erstaunlich zu sehen. Ich hoffe, dass sie nicht anders über mich denken.“ Die ersten Reaktionen fielen auch hier durchwegs positiv aus: Die Organisation USA Volleyball schrieb via Instagram, sie seien stolz auf das Coming Out von Shoji. Und die Volleyball Nations League vermeldete: „Wir sind immer bei dir, Erik!“

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