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Offen schwul in Hollywood

Offen schwul in Hollywood Licht und Schatten, gute Drehbücher und Homophobie – Brandon Flynn kennt beides!

ms - 24.04.2025 - 10:00 Uhr
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Der US-Schauspieler Brandon Flynn (31) ist in der schwulen Community vor allem durch seine Hauptrolle als Justin Foley in der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ in besonderer Erinnerung geblieben. Nun äußerte sich der schwule US-Amerikaner aus Florida erstmals über das Showbusiness und die Homophobie in Hollywood.  

Licht und Schatten in Hollywood

Nach dem ersten großen Erfolg durch Netflix war der 31-Jährige in den darauffolgenden Jahren nach 2020 in Nebenrollen in weiteren Serien zu sehen, darunter „True Detective“, „Ratched“ sowie aktuell „Nach dem Attentat“. Zudem spielt er seit seinem zehnten Lebensjahr immer wieder auch in Theaterstücken mit. In die Schlagzeilen geriet Flynn auch anderweitig, von September 2017 bis Juni 2018 war er mit dem nicht-binären Musiker Sam Smith liiert. 

Flynn outete sich bereits früh als homosexuell und ist sich heute sicher: „Meine Karriere sieht so aus wie sie aussieht, weil ich ein geouteter Schauspieler bin.“ Zwar schätzt er so einerseits das hohe Niveau vieler Rollenangebote und seiner Arbeit, betont aber andererseits auch: „Es gibt noch viel mehr, was ich tun möchte. Ich habe allerdings nicht immer das Gefühl, dass ich bei den wichtigen Gesprächen mit dabei sein darf. Aber ich bleibe sehr optimistisch, dass ich noch Zeit habe.“ 

Jugendliches Aussehen und Marlon Brando 

Flynn kennt demnach beides, homophobe Produzenten ebenso wie jene, die gerade aufgrund seiner Homosexualität ihn in die engere Auswahl für besondere Rollen einbeziehen. Dabei spielt offenbar bist heute auch sein jugendliches Aussehen eine wichtige Rolle: „Mir ist klar, dass ich ein 31-jähriger Mann bin, der immer noch mancherorts in sehr junge Rollen besetzt wird, weil ich sehr jung aussehe. Ich möchte nicht unbedingt weiterhin nur junge Rollen spielen. Ich möchte erwachsene Rollen spielen und in Filmen für Erwachsene auftreten.“ 

Mit Blick auf die mancherorts in Hollywood noch immer vorherrschende Homophobie betont der 31-Jährige außerdem: „Marlon Brando hat vor langer Zeit in einem Interview bereits gesagt: 'Ja, ich habe mit Männern geschlafen. Ja, ich habe mit Frauen geschlafen. Was ist daran so schlimm?'. Das war ziemlich bemerkenswert und ein offenes Statement. Was damals bereits Bedeutung hatte, sollte heute noch mehr gelten, oder?“

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