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Wunsch, wer sie spielen soll Sarah McBride will nur trans* Schauspielerin für Filmrolle

Von mr - 29.05.2026 - 12:30 Uhr
McBride will nur trans* Schauspielerin für Filmrolle
Foto: © victoryfund.org
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Die US-Abgeordnete Sarah McBride hat sich bei einer Pressekonferenz in Delaware dazu geäußert, wer sie in einem möglichen Kinofilm verkörpern sollte. Sie betonte, dass nur eine trans* Schauspielerin für diese Rolle in Frage komme. Mit dieser Aussage positioniert sich McBride deutlich für mehr Authentizität und Sichtbarkeit von trans* Personen im Film – ein Thema, das seit Jahren intensiv auf der Agenda von Kulturschaffenden und Aktivistinnen und Aktivisten weltweit steht.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Sarah McBride ist seit 2025 die erste offen trans* Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus.
  • Sie erklärte öffentlich, dass sie in einer Biografie nur von einer trans* Schauspielerin gespielt werden sollte.
  • McBride nannte explizit Michelle Hendley, bekannt aus dem Film „Boy Meets Girl“, als mögliche Besetzung.

 

Trans* Repräsentation im Mittelpunkt

McBrides spontane und klare Reaktion folgte auf eine Interviewfrage, wer sie auf der Leinwand verkörpern sollte. Sie führte aus, dass ausschließlich trans* Schauspielerinnen für eine derartige Rolle authentisch seien. Namentlich erwähnte sie die US-Amerikanerin Michelle Hendley, eine der wenigen trans* Frauen mit einschlägiger Filmerfahrung in Hollywood. Damit unterstreicht McBride die Forderung nach einer realistischen Besetzung, die nicht nur persönliche Geschichten, sondern auch gesellschaftliche Realität widerspiegelt. In den vergangenen Jahren hat sich in der US-Filmindustrie die Erkenntnis durchgesetzt, dass Rollen von trans* Figuren vorzugsweise von Darstellerinnen und Darsteller mit eigener trans Erfahrung ausgefüllt werden sollten. Zahlreiche Queer-Organisationen sehen dies als Schlüssel zu einer respektvolleren Darstellung und zu mehr Chancen für trans* Schauspielerinnen und Schauspieler.

 

Wandel in Hollywood und Politik

Bis etwa 2015 war es üblich, dass cisgeschlechtliche Schauspielerinnen oder Schauspieler trans* Rollen übernahmen – oft verbunden mit problematischen Stereotypen oder einer Reduzierung der Rolle auf Geschlechtsidentität. Diese Praxis schloss trans* Talente regelmäßig aus dem Filmbusiness aus. Erst mit Aufkommen prominenter Vertreterinnen und Vertretern wie Laverne Cox oder Elliot Page und mit wachsendem gesellschaftlichen Druck musste die Filmbranche umdenken. Die Forderung nach authentischer Besetzung spiegelt auch eine gesellschaftliche Entwicklung wider: In den USA ist trans* Sichtbarkeit nicht nur kulturell, sondern auch politisch ein zunehmend kontroverses Feld. Gerade Personen wie Sarah McBride, die als Abgeordnete des Bundesstaats Delaware und als öffentlich sichtbare trans* Frau Politik machen, geraten immer wieder ins Visier konservativer Kräfte.

 

Politische Bedeutung über Hollywood hinaus

McBride ist für viele Bürgerinnen und Bürger in Delaware weit mehr als eine trans* Symbolfigur. Sie hat in ihrer Amtszeit Themen wie Arbeitsmarkt und Gesundheitsversorgung in den Vordergrund gestellt. Damit verdeutlicht sie, dass trans* Politikerinnen und Politiker keine „Ein-Punkt-Agenda“ verfolgen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger vertreten. Dennoch steht McBride besonders häufig im Fokus transfeindlicher Angriffe durch konservative Politiker wie Mike Johnson oder Nancy Mace, deren Initiativen gegen trans* Rechte regelmäßig nationale Aufmerksamkeit erregen. Ihre jüngste Äußerung zur Repräsentation im Film illustriert, wie sehr politische wie gesellschaftliche Anerkennung noch miteinander verwoben sind.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Warum ist die Besetzung einer trans* Rolle mit einer trans Schauspielerin oder Schauspieler relevant?
Rollenbesetzungen durch trans* Schauspielerinnen und Schauspieler sorgen für Authentizität und fördern echte gesellschaftliche Teilhabe.

Wer ist Michelle Hendley?
Michelle Hendley ist eine US-amerikanische trans* Schauspielerin, die mit „Boy Meets Girl“ 2014 international bekannt wurde.

Spielt McBride weiterhin eine aktive Rolle im Schutz von trans* Rechten?
McBride engagiert sich sowohl im politischen Alltag als auch in namhaften öffentlichen Debatten kontinuierlich gegen Diskriminierung von trans* Personen.

 

Ausblick

Es bleibt abzuwarten, wie schnell die anhaltende Debatte um Diversity und Inklusion im internationalen Filmgeschäft konkrete Veränderungen für trans* Künstlerinnen und Künstler bewirkt. McBrides Haltung zeigt jedoch, dass politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträger Einfluss nehmen – nicht nur auf Gesetze, sondern auch auf das gesellschaftliche Selbstbild.

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