Rund einen Monat nach dem Tod des US-amerikanischen Modedesigners Bob Mackie sind neue Einzelheiten zu seinen letzten Lebenstagen bekannt geworden. Der schwule 87-Jährige starb demnach an den Folgen eines Sturzes. Das geht aus seiner Sterbeurkunde hervor, die dem US-Magazin Us Weekly vorliegt. Zuvor hatte ein Sprecher eine Lungenentzündung als Todesursache angegeben.
Das Wichtigste im Überblick
- Neue Todesursache: Laut Sterbeurkunde starb Bob Mackie an einer Hirnblutung und einem stumpfen Schädeltrauma nach einem Sturz.
- Frühere Angaben: Zunächst hatte ein Sprecher des Designers eine Lungenentzündung als Todesursache genannt.
- Mackie stürzte am 11. September und starb drei Tage später im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Palm Springs.
- Der als „Sultan der Pailletten“ bekannte Designer wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Cher weltberühmt.
Umstände des Sturzes
Laut dem Dokument erlitt Mackie bei einem Sturz am 11. September eine Subarachnoidalblutung und ein stumpfes Schädeltrauma. Bei einer Subarachnoidalblutung handelt es sich um eine Blutung zwischen zwei Hirnhäuten. Drei Tage nach dem Unfall, am 14. September, starb der Designer im Desert Regional Medical Center in Palm Springs im US-Bundesstaat Kalifornien. Sein Team hatte die Nachricht damals auf Instagram veröffentlicht: „Schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass Herr Bob Mackie heute verstorben ist.“
Nach Bekanntwerden der Sterbeurkunde äußerte sich ein Vertreter Mackies zu den Umständen seines Todes. „Zur Klarstellung: Herr Mackie hielt sich im Gästehaus auf dem Anwesen seines langjährigen Designdirektors Joe McFate auf“, erklärte er. Der Designer sei zum Zeitpunkt des Unfalls nicht allein gewesen. „Als er stürzte, war eine medizinische Fachkraft bei ihm“, teilte der Sprecher mit. Zugleich bestätigte er, dass Mackie bereits gesundheitlich angeschlagen gewesen sei. „Er litt sowohl vor als auch nach seinem Krankenhausaufenthalt an einer Lungenentzündung.“ Berichten zufolge wurde der Leichnam des Designers am 17. September eingeäschert. Seine Asche wurde anschließend vor der Küste von San Diego County in Kalifornien im Meer verstreut.
Bob Mackie und Cher
Mackie zählte zu den einflussreichsten Kostümdesignern der amerikanischen Unterhaltungsbranche. Wegen seiner extravaganten Entwürfe mit aufwendigen Stickereien, Perlen und glitzernden Verzierungen erhielt er den Spitznamen „Sultan of Sequins“ – „Sultan der Pailletten“. Besonders bekannt wurde er durch seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Sängerin Cher. Seine spektakulären Bühnenkostüme prägten deren Erscheinungsbild ebenso wie den glamourösen Stil zahlreicher Fernsehshows.
Auch für die amerikanische Unterhaltungssendung The Carol Burnett Show entwarf Mackie aufwendige Kostüme. Seine Arbeiten beeinflussten über Jahrzehnte die Bühnenmode und den theatralischen Camp-Stil. In der Mitteilung zu seinem Tod würdigte sein Team die lebenslange Leidenschaft des Designers. Mackie habe sein Leben damit verbracht, „seinen Traum zu verwirklichen, Mode- und Kostümdesigner zu sein – denn das war alles, was er jemals tun wollte“.