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Swift schreibt VMA-Geschichte Pop-Ikonen dominieren bei MTV Video Music Awards 2026

Von ms - 28.09.2026 - 12:10 Uhr
Swift schreibt VMA-Geschichte
Foto: IMAGO / The Mega Agency
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Zwei Generationen der Popmusik haben die MTV Video Music Awards 2026 am vergangenen Wochenende in Los Angeles geprägt: Madonna kehrte nach 23 Jahren als Eröffnungsact auf die VMA-Bühne zurück und gewann zwei Auszeichnungen. Taylor Swift (36) wiederum stellte mit einem neuen Preis einen Rekord auf – und präsentierte den Fans erstmals ihr neues Musikvideo zu „Patient Zero“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Madonna eröffnete die MTV Video Music Awards 2026 im Peacock Theater in Los Angeles – erstmals seit 23 Jahren wieder als Opening-Act der Show.
  • Die 68-Jährige stand dabei gemeinsam mit Sabrina Carpenter und Charli xcx auf der Bühne. Auch Seth Rogen und Julia Garner waren Teil der Eröffnung.
  • Madonna erhielt insgesamt sieben Auszeichnungen, darunter „Künstler des Jahres“ und „Bester Dance-Act“.
  • Taylor Swift erschien trotz vorheriger Spekulationen bei den VMAs und erhielt den erstmals vergebenen „Artist Director Honors“-Award.
  • Mit dieser Auszeichnung überholte Swift Beyoncé: Zuvor hatten beide mit jeweils 30 VMA-Auszeichnungen gleichauf gelegen.
  • Swift präsentierte erstmals das Musikvideo zu ihrer Single „Patient Zero“, bei dem sie selbst für Drehbuch und Regie verantwortlich war.
  • In dem Video spielen neben Swift auch Dakota Johnson und Colin Farrell mit.
  • Zusätzlich gewann Swift mit „The Fate of Ophelia“ den Preis für das „Video des Jahres“.
  • Ihren Award widmete sie der kürzlich im Alter von 80 Jahren gestorbenen Dolly Parton, die sie als „das ultimative Showgirl“ bezeichnete.

Madonna bekommt Unterstützung

Im Peacock Theater in Downtown Los Angeles eröffnete Madonna die Preisverleihung mit einer aufwendig inszenierten Performance. Für die inzwischen 68-Jährige war es der erste VMA-Eröffnungsauftritt seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die Sängerin knüpfte damit auch an einen der bekanntesten Momente der VMA-Geschichte an. 2003 hatte Madonna während ihres Auftritts überraschend Britney Spears und Christina Aguilera geküsst und damit weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Eine Wiederholung dieses Moments gab es diesmal nicht. Dafür holte sich Madonna mit Sabrina Carpenter und Charli xcx zwei jüngere Popstars für eine gemeinsame Tanzeinlage auf die Bühne.

Die Eröffnung blieb nicht auf die drei Musikerinnen beschränkt. Im Verlauf der Inszenierung erschienen auch die Hollywood-Stars Seth Rogen und Julia Garner. Durch die Preisverleihung führte Rapper Snoop Dogg. Nach Madonnas Auftritt griff er den Titel ihres Klassikers „Like a Virgin“ auf und kommentierte: „Sie ist auf jeden Fall keine Jungfrau mehr!“

Preise für Queen of Pop 

Für Madonna blieb es nicht bei ihrem Auftritt. Die Sängerin gehörte auch bei der Vergabe der Preise zu den erfolgreichsten Künstlerinnen des Abends. Sie wurde als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet und erhielt zudem den Award für den „Besten Dance-Act“. Bei ihrer Dankesrede stellte Madonna ihre langjährige Verbindung zum Tanzen in den Mittelpunkt. „Ich bin auf der Tanzfläche zum Leben erwacht. Ich habe mich auf der Tanzfläche verliebt. Tanzen bringt uns alle zusammen. Wir sind alle gleich, wenn wir auf der Tanzfläche stehen.“

Ungewissheit um Swifts Auftritt

Neben Madonna stand vor allem Taylor Swift im Mittelpunkt des Abends. Vor Beginn der Veranstaltung war zunächst nicht klar gewesen, ob die 36-Jährige überhaupt bei der Preisverleihung erscheinen würde. Hintergrund war ein Spiel ihres Ehemanns Travis Kelce. Der 36-Jährige trat am Sonntag mit den Kansas City Chiefs gegen die Miami Dolphins an. Swift erschien schließlich doch bei den MTV Awards und zeigte sich auf dem hellblauen Teppich den Fotografen. Kurz vor Beginn der Show gelangte sie über einen Garageneingang in das Peacock Theater. Für ihren Auftritt hatte Swift ein transparentes, mit Glitzerelementen versehenes Kleid von Tamara Ralph Couture gewählt.

Der Abend brachte für die Sängerin schließlich einen historischen Erfolg. Swift erhielt den erstmals bei den MTV Video Music Awards vergebenen „Artist Director Honors“-Award. Mit der neuen Auszeichnung werden Künstler geehrt, die auch hinter der Kamera die Produktion und Gestaltung von Musikvideos nachhaltig geprägt haben. Überreicht wurde Swift der Preis von Schauspielerin Dakota Johnson. Gleichzeitig bedeutete die Auszeichnung einen neuen Rekord bei den VMAs. Bis zu diesem Abend hatten Taylor Swift und Beyoncé mit jeweils 30 Auszeichnungen gemeinsam an der Spitze gelegen. Durch den zusätzlichen Award zog Swift nun an Beyoncé vorbei.

Neues Musikvideo feiert Premiere

Für ihre Fans hatte Swift anschließend eine weitere Überraschung vorbereitet. Erstmals zeigte sie das Musikvideo zu ihrer Single „Patient Zero“. Bei dem Projekt übernahm die Musikerin selbst zentrale kreative Aufgaben. Swift schrieb das Drehbuch und führte Regie. Das düster inszenierte Video ist als Thriller angelegt und wurde mit entsprechendem filmischem Aufwand produziert. Auch vor der Kamera übernahm Swift eine der Hauptrollen. An ihrer Seite spielen Dakota Johnson und Colin Farrell.

Während das Musikvideo im Peacock Theater gezeigt wurde, verfolgte Swift die Premiere gemeinsam mit Johnson. Die Sängerin hielt sich dabei minutenlang an der Schauspielerin fest und beobachtete die Vorführung. Währenddessen sang Swift immer wieder einzelne Passagen ihres Songs mit und tanzte. Zugleich blickte sie mehrfach in den Zuschauerraum, um die Reaktionen des Publikums auf das neue Video zu verfolgen.

„Video des Jahres“ für Swift

Mit der Premiere von „Patient Zero“ war der Abend für Swift noch nicht beendet. Bei der Vergabe einer der wichtigsten Auszeichnungen der VMAs wurde ihr Name erneut aufgerufen. Swift gewann mit „The Fate of Ophelia“ den Preis für das „Video des Jahres“. Im Saal wurde die Auszeichnung mit Standing Ovations begleitet. Ihre Dankesrede nutzte Swift, um an die kürzlich im Alter von 80 Jahren gestorbene Country-Sängerin Dolly Parton zu erinnern. Swift bezeichnete Parton als „das ultimative Showgirl“ und widmete ihr die Auszeichnung. „Wir können uns alle glücklich schätzen, dass wir einen Planeten mit Dolly teilen durften“, sagte Swift.

Zu den weiteren Preisträgern der MTV Video Music Awards 2026 gehörten unter anderem Sienna Spiro als „Best New Artist“, Olivia Rodrigo in der Kategorie „Best Alternative“ und Bad Bunny als Gewinner von „Best Latin“. BTS wurden als „Best Group“ ausgezeichnet und gewannen mit „Swim“ zudem „Best K-Pop“ und "Song of the Year", während Ella Langley den Preis für „Best Country“ erhielt und Bruno Mars in der Kategorie "Best R&B" für „I Just Might“ geehrt wurde. Ariana Grande wurde für „Hate That I Made You Love Me“ mit dem Preis für den besten Sommersong ausgezeichnet. 

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