Sex mit Fäkalien Ungewollte Sexspiele eskalierten in Miami zur Gewalttat
Ein Streit zwischen zwei schwulen Männern ist in West Miami nach Angaben der Polizei in einer gewalttätigen Auseinandersetzung eskaliert. Die Ermittler nahmen den 38 Jahre alten Luis Alberto Negrin fest. Ihm wird vorgeworfen, seinen männlichen Partner gewürgt, geschlagen und mit einer Schusswaffe bedroht zu haben. Ermittler gehen von einem möglichen Mordversuch aus.
Das Wichtigste im Überblick
- In West Miami wurde ein 38-jähriger Mann nach einem mutmaßlichen Angriff auf seinen Partner festgenommen.
- Die Polizei wirft Luis Alberto Negrin unter anderem Würgen, Schläge und eine Bedrohung mit einer Schusswaffe vor.
- Hintergrund soll ein Streit nach einer nicht einvernehmlichen Handlung während eines sexuellen Kontakts gewesen sein.
- Das Opfer konnte fliehen und die Polizei verständigen.
- Experten verweisen darauf, dass Gewalt in Partnerschaften auch unter homosexuellen Männern verbreitet ist.
Schwuler Sex eskaliert
Auslöser der Auseinandersetzung soll ein Vorfall während eines sexuellen Kontakts gewesen sein. Der Fernsehsender WPLG berichtete unter Berufung auf Polizeiberichte von „einer abstoßenden Handlung während eines sexuellen Kontakts“. Die Polizei war zuvor wegen eines Notrufs alarmiert worden. Gemeldet worden war ein Mann, der „weinend und blutend mitten auf der Fahrbahn“ lag. Als die Beamten am frühen Morgen gegen 6.00 Uhr eintrafen, schilderte das Opfer den bisherigen Verlauf der Nacht.
Demnach hatten Negrin und der Mann gemeinsam geraucht und Alkohol getrunken, bevor es in Negrins Wohnung zu sexuellen Handlungen kam. Dabei soll Negrin ohne Zustimmung des Partners eine Handlung vorgenommen haben, bei der „Fäkalien“ eine Rolle spielten. Nach Angaben der Polizei habe dies beim Opfer Gefühle von Wut und Ekel ausgelöst und zu einem Streit geführt. Aus der verbalen Auseinandersetzung entwickelte sich laut Ermittlern eine körperliche Konfrontation. Negrin soll dabei eine Schusswaffe gezogen und seinem Partner an den Kopf gehalten haben. Als das Opfer versucht habe, Abstand zu gewinnen und die Situation zu beruhigen, soll der 38-Jährige ihm gefolgt sein und die Waffe weiterhin auf ihn gerichtet haben.
Würgen und Schläge
Später soll Negrin den Mann in der Küche in einen Würgegriff genommen haben. Dadurch sei das Atmen erschwert worden. Das Opfer erklärte gegenüber der Polizei, zweimal das Bewusstsein verloren zu haben. Außerdem soll Negrin dessen Mobiltelefon an sich genommen haben, damit er nicht die Polizei rufen konnte. Nach Angaben des Opfers habe der 38-Jährige ihn zudem mehrfach geschlagen. Schließlich konnte der Mann entkommen. Er flüchtete zu einem Nachbarn und verständigte von dort die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, soll Negrin sich in seinem Haus eingeschlossen haben. Erst nach etwa zwei Stunden habe er die Beamten hineingelassen.
Negrin muss sich nun wegen mehrerer Vorwürfe verantworten. Dazu zählen schwere Körperverletzung mit einer Schusswaffe, Körperverletzung durch Strangulation, die Beeinflussung eines Zeugen oder Opfers sowie weitere Körperverletzung. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign erleben etwa 26 Prozent aller homosexuellen Männer im Laufe ihres Lebens Gewalt in einer Partnerschaft. Eine systematische Auswertung von Studien zu Partnerschaftsgewalt unter Männern, die Sex mit Männern haben, zeigt zudem Zusammenhänge mit höheren Raten von Substanzkonsum, depressiven Symptomen, HIV-Infektionen und ungeschütztem Geschlechtsverkehr.