Direkt zum Inhalt
Hunter Biden nennt sich 48,5 Prozent schwul
Foto: © IMAGO / Newscom World
ANZEIGE

Selbstironie und Stigma Hunter Biden nennt sich zu 48,5 Prozent schwul

tb - 31.08.2026 - 18:30 Uhr
Loading audio player...

Hunter Biden, Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden, hat in einem Podcast mit dem US-amerikanischen homosexuellen Politikkommentator Luke Beasley am 28. August 2026 auf humorvolle Weise erklärt, zu „48,5 Prozent schwul“ zu sein. Diese selbstironische Aussage fällt vor dem Hintergrund anhaltender öffentlicher Angriffe und politischer Debatten um die Person Hunter Biden. Das Gespräch wurde von Beasley auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht und hat in den USA sowie international für Aufmerksamkeit gesorgt, da Hunter Biden eigene Erfahrungen mit öffentlicher Diffamierung und Stigmatisierung reflektiert.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Hunter Biden bezeichnete sich im Podcast mit Luke Beasley als „48,5 Prozent schwul“.
  • Die Aussage wurde im Rahmen eines längeren, satirischen Austauschs gemacht.
  • Biden nutzte das Interview auch, um gegen politische Instrumentalisierung seiner Person Stellung zu beziehen.
  • Er sprach sich gegen Scham und für einen offenen Umgang mit Sucht und gesellschaftlichem Druck aus.
  • Die Diskussion fand vor dem Hintergrund laufender politischer Auseinandersetzungen in den USA statt.

 

Humorvolle Ansprache sensibler Themen

Im knapp 80-minütigen Podcast-Interview scherzte Hunter Biden zunächst über die Frage, ob er schwul sei, und nannte danach konkrete Prozentzahlen. Die humorvolle Einordnung seiner Sexualität im Gespräch mit Beasley, der selbst offen schwul ist, diente offensichtlich dazu, konservative Online-Kampagnen gegen seine Person satirisch zu unterlaufen. Beasley dokumentierte die wechselnden Angaben Bidens in einem separaten Zusammenschnitt auf seinem Kanal. In den USA führte die Aktion zu breiter Resonanz, weil Hunter Biden neben der Selbstironie gezielt auf Angriffe einging, die seine Privatsphäre und Identität politisch auszuschlachten versuchen.

 

Kritik an politischer Instrumentalisierung

Hunter Biden griff im Gespräch erneut die Praxis republikanischer Politikerinnen und Politiker an, persönliche Details und private Angelegenheiten von politischen Gegnerinnen und Gegnern zur Diskreditierung öffentlich zu machen. Nach eigenen Angaben blieb Biden während der Präsidentschaft seines Vaters aus rechtlichen Gründen weitgehend still. Mit seinem öffentlichen Auftritt wolle er jedoch zeigen, dass Offenheit und der bewusste Umgang mit eigener Schuld und Versäumnissen kein Grund für lebenslange Scham seien. So betonte er, dass Schamgefühle die Möglichkeit einer dauerhaften Suchtüberwindung erschweren.

 

Reaktionen und weitere Schritte

Hunter Biden erklärte, dass der aktuelle Umgang mit seiner Person und seiner Geschichte für viele Menschen beispielhaft sei, die mit eigenen Süchten oder gesellschaftlicher Ausgrenzung kämpfen. Nach Angabe mehrerer US-Medien will Biden auch künftig gezielt öffentliche Plattformen nutzen, um das Thema Stigmatisierung offensiv zu adressieren. Das Interview wurde von Beasley live übertragen und bleibt auf YouTube verfügbar. Wie es weitergeht, bleibt insbesondere mit Blick auf die amerikanische Innenpolitik und öffentliche Debatte um persönliche Angriffe bedeutend.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Messerstecherei vor Gay Bar

Drei Verletzte in Liverpool

Drei Männer sind bei einem Messerangriff vor einer Schwulen-Bar in Liverpool teils schwer verletzt worden. Die Polizei sucht nach dem Täter.
Hass-Banner in der Zweitliga

Eskalation bei Spiel mit St. Pauli

Banner-Hetze beim Spiel Energie Cottbus und St. Pauli: „Eure Regenbogenutopie endet in Pädophilie – keine Akzeptanz für eure kranke Welt!“.
„La Bola Negra“ in Toronto

Publikumspreis für schwules Drama

Das schwule spanische Drama „La Bola Negra“ gewinnt den wichtigsten Publikumspreis des Filmfestivals Toronto und setzt ein Zeichen für die Community.
Wiesn-Start in München

Kreislaufprobleme beim schwulen OB

Kreislaufprobleme stoppen Münchens schwulen Oberbürgermeister Krause beim Trachtenzug, während Heidi Klum und Bill Kaulitz beim Gay Sunday feiern.
CDU verliert, AfD im Aufwind

Erste Reaktionen zum Wahlabend

Der Tag danach: Die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bringen schwere Verluste für CDU und SPD, während AfD und Linke deutlich zulegen.
Trey Cunningham selbstbewusst

Hürdenläufer mit Starpotenzial

Der schwule Sportstar Trey Cunningham beendet seine Saison mit Rekord, Modeljobs und viel Selbstbewusstsein – und hat bereits Olympia 2028 im Blick.
Kerle in besonderer Tracht

Lederhose, Lust und Lebensfreude

September ist Oktoberfestzeit. Für schwule Jungs liegt dabei eine besondere Faszination bei Männern in Lederhosen. Doch warum eigentlich?
Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.