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Rückkehr zum ESC
Foto: AI GENERATED - FASH Medien
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Rückkehr zum ESC Neuer Rundfunk übernimmt ESC-Teilnahme für 2027

ms - 24.09.2026 - 08:00 Uhr
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Die Niederlande machen beim Eurovision Song Contest 2027 einen neuen Anlauf. Nachdem der Sender Avrotros seine Teilnahme aus Protest gegen die Beteiligung Israels abgesagt hatte, soll nun die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NPO einspringen. Der Wettbewerb findet im kommenden Jahr in Bulgarien statt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Niederlande wollen 2027 wieder am Eurovision Song Contest teilnehmen.
  • Der öffentlich-rechtliche Rundfunk NPO übernimmt die Teilnahme vom Sender Avrotros.
  • Avrotros hatte sich wegen der Teilnahme Israels aus dem Wettbewerb zurückgezogen.
  • Ein unabhängiges Expertenteam soll den Prozess begleiten.
  • Auch Belgien hat seine Teilnahme am ESC 2027 in Bulgarien bestätigt.
  • Irland hält dagegen an seinem Boykott fest.
  • Die Europäische Rundfunkunion hatte im August neue Vorgaben für Gastgeberländer beschlossen.

Plattform der Spaltung?

Nach Angaben der NPO soll ein „unabhängiges Team von Experten“ den weiteren Ablauf „aufmerksam begleiten“. Damit steht fest, dass die Niederlande trotz des Konflikts um die israelische Teilnahme beim nächsten ESC vertreten sein werden. Avrotros hatte seinen Rückzug im August mit der Entwicklung des Wettbewerbs begründet. Es sei „unbestreitbar, dass internationale Konflikte sich zunehmend auf den Wettbewerb auswirken und seinen neutralen Charakter untergraben“. Der ESC sei dadurch „zu einer Plattform für Spaltung geworden“.

Neben den Niederlanden hat inzwischen auch Belgien seine Beteiligung am Wettbewerb in Bulgarien angekündigt. Der flämische öffentlich-rechtliche Rundfunk VRT teilte mit, dass Belgien 2027 dabei sein werde. Zuvor war auch dort wegen der Teilnahme Israels und der anhaltenden Gewalt im Gazastreifen offen gewesen, ob das Land antreten würde. Anders sieht die Lage in Irland aus. Das Land hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den Eurovision Song Contest erneut zu boykottieren. Als Grund wurde der Protest gegen die Teilnahme Israels genannt. Nach den Regeln des Wettbewerbs muss der ESC neutral und unpolitisch sein. Die Frage, wie sich der Wettbewerb angesichts internationaler Konflikte positioniert, hatte deshalb zuletzt für erhebliche Diskussionen unter den beteiligten Rundfunkanstalten gesorgt.

Neue Vorgaben für den Wettbewerb

Im Zusammenhang mit dem Streit um Israels Teilnahme hatte die Europäische Rundfunkunion (EBU) Mitte August eine Entscheidung für künftige Austragungen getroffen. Demnach dürfen Länder, die sich im Krieg befinden, den Eurovision Song Contest nicht als Gastgeber ausrichten. Israel wurde in diesem Beschluss nicht ausdrücklich genannt. Mit der Rückkehr der Niederlande und der bestätigten Teilnahme Belgiens zeichnet sich damit eine unterschiedliche Haltung der europäischen Rundfunkanstalten zum Umgang mit Israel beim ESC ab. Während einige Länder trotz der Kontroverse am Wettbewerb festhalten, setzt Irland seinen Boykott fort.

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