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Rex Gildos verborgenes Leben Rex Gildo: Heimliche Liebe und „Der letzte Tanz“

Von co - 18.08.2021 - 12:00 Uhr
„Der letzte Tanz – Die Rex-Gildo-Story“ von Rosa von Praunheim
Foto: © Martin Kraft_Wikipedia
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Ein Lächeln, ein Hüftschwung, ein „Hossa!“ – Rex Gildo lieferte dem deutschen Schlagerpublikum jahrzehntelang die perfekte Show. Doch der Mann, den seine Fans als Frauenschwarm feierten, hielt einen entscheidenden Teil seines Lebens verborgen: seine Liebe zu Männern. Rosa von Praunheims Film „Rex Gildo – Der letzte Tanz“ blickt hinter diese Fassade und auf die Beziehung zu Gildos Manager Fred Miekley.

Das Wichtigste im Überblick

  • Rex Gildo hieß bürgerlich Ludwig Franz Hirtreiter und wurde am 2. Juli 1936 in Straubing geboren.
  • Der Schlagerstar starb am 26. Oktober 1999 in München im Alter von 63 Jahren.
  • „Rex Gildo – Der letzte Tanz“ erzählt von seiner Karriere und der heimlichen Liebe zu Fred Miekley.
  • Rosa von Praunheims Dokudrama kam am 29. September 2022 ins deutsche Kino.
  • Kilian Berger und Kai Schumann spielen Rex Gildo, Ben Becker verkörpert Miekley.

Vom Sonnyboy zum Schlageridol

Bevor „Fiesta Mexicana“ 1972 zum Dauerbrenner wurde, hatte sich Gildo längst einen Namen gemacht. Er stand am Theater auf der Bühne, spielte neben Conny Froboess im Kino und sang sich mit Gitte Hænning in die Herzen des Publikums. „Speedy Gonzales“ und „Vom Stadtpark die Laternen“ gehören zu den Liedern, die seine Karriere prägten. 1981 bekam er mit „Gestatten: Rex Gildo“ eine eigene ZDF-Show.

Auf der Bühne sollte dieser Mann vor allem eines sein: charmant, unbeschwert und immer für einen Flirt zu haben. Genau dieses Erfolgsbild wurde zur engen Rolle. Während draußen die Fans jubelten, blieb die private Liebe hinter verschlossenen Türen.

Rex Gildo im Smoking bei einem Bühnenauftritt vor einer beleuchteten Showtreppe

Die heimliche Liebe zu Fred Miekley

Fred Miekley war für Rex Gildo weit mehr als ein Manager. Er begleitete seinen Aufstieg und war über Jahrzehnte sein Partner. Nach außen passte diese Beziehung nicht zum vermarkteten Frauenschwarm. Gildo heiratete seine Cousine Marion; öffentlich bekannte er sich nicht zu einem schwulen Leben. Der Film rückt gerade diese Kluft zwischen Auftritt und Alltag ins Zentrum.

Praunheim erzählt das vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, in der Homosexualität lange mit Ausgrenzung und Angst verbunden war. Der Druck, das eigene Leben zu verbergen, wird so zum eigentlichen Drama. Das Publikum bekam die strahlende Kunstfigur zu sehen. Wie viel Raum blieb daneben für Ludwig Franz Hirtreiter?

Der Bruch hinter dem Lächeln

1988 starb Miekley. Für Gildo bedeutete das den Verlust eines zentralen Menschen in seinem Leben. Zugleich ließ der große Erfolg nach. In seinen späteren Jahren trat er auch in Einkaufszentren auf; Berichte über Medikamente und Alkohol begleiteten die Karriere. Am 26. Oktober 1999 starb er mit 63 Jahren in München an den Folgen eines Fenstersturzes. Zurück blieb ein Sänger, dessen Lieder bis heute bekannt sind – und dessen Privatleben lange vor allem als Gerücht behandelt wurde.

Auch sein späterer Partner Dave Klingeberg hat über die gemeinsame Zeit berichtet. Mehr dazu in unserem Beitrag über Dave Klingebergs Buch und seine Erinnerungen an Rex Gildo.

Was „Der letzte Tanz“ erzählt

„Rex Gildo – Der letzte Tanz“ ist ein Dokudrama, das Spielszenen mit Archivaufnahmen und Erinnerungen von Weggefährtinnen und Weggefährten verbindet. Kilian Berger spielt den jungen Gildo, Kai Schumann den älteren Sänger. Ben Becker übernimmt die Rolle von Fred Miekley. Unter anderem kommen Gitte Hænning, Cornelia Froboess und Cindy Berger zu Wort.

Der Film feierte am 30. Juni 2022 beim Filmfest München Premiere und startete am 29. September 2022 in den deutschen Kinos. Die Kinofassung ist laut filmportal.de 92 Minuten lang und ab zwölf Jahren freigegeben. Praunheim zeigt dabei auch die Schlagerwelt als Bühne gesellschaftlicher Erwartungen: Wer geliebt werden wollte, sollte in ein bestimmtes Bild passen.

Offizieller Trailer zum Film

Der Trailer des Verleihs missingFILMs gibt einen Einblick in Praunheims Verbindung aus Show, Spielszenen und dokumentarischer Spurensuche.

Aktualisiert am 26. Oktober 2026. Dieser ursprünglich 2021 veröffentlichte Beitrag wurde um Hintergründe, bestätigte Filmdaten, ein Rex-Gildo-Foto und den offiziellen Trailer ergänzt.

Quellen: NDR, BR, filmportal.de und WDR.

Offizieller deutscher Trailer zu „Rex Gildo – Der letzte Tanz“ (2022), veröffentlicht vom Filmverleih missingFILMs.

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