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Radikale Politik in Texas Info über Suizid-Hotline für LGBTI*-Jugendliche gelöscht

Von co - 19.10.2021 - 14:00 Uhr
Info über Suizid-Hotline für LGBTI*-Jugendliche gelöscht
Foto: © dhughes9
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Das texanische Familienministerium löschte zwei Webseiten mit Informationen für LGBTI*-Jugendliche. Darunter auch eine Hotline zur Suizid-Prävention.

Wegen Kritik eines politischen Gegners

Don Huffines, ein politischer Gegner des texanischen Gouverneurs Greg Abbott, kritisierte Ende August: „Es ist beleidigend zu sehen, wie @GregAbbott_TX unsere Steuergelder verwendet, um für die Transgender-Ideologie einzutreten. Das muss aufhören.“ In einem Video beschrieb er eine Website des Familienministeriums mit dem Titel „Gender-Identität und sexuelle Orientierung“. In einem späteren Tweet verlinkte Huffines eine Unterseite der Texas Youth Connection, einem Programm des Familienministeriums für Jugendliche in Pflegefamilien. Nur wenige Stunden später gingen beide Seiten vom Netz.

Kritik an der Löschung

Angeblich wurde die Texas-Youth-Connection-Website vom Netz genommen, um ihren Inhalt auf Aktualität zu überprüfen. Wie Houston Chronicle schreibt, diskutierte man allerdings in E-Mails darüber, die LGBTI*-Seite aufgrund von Huffines’ Tweets zu löschen. Julián Castro nannte das Vorgehen laut NBC News „ekelhaft“: „Greg Abbott hat so viel Angst, seine Vorwahlen zu verlieren, dass er eine Hotline zur Selbstmordprävention für LGBTI*-Jugendliche sabotiert, um seiner extremistischen Basis zu gefallen.“ Ricardo Martinez von Equality Texas kritisierte, dass der Staat die in Pflegeheimen überdurchschnittlich oft vertretenen LGBTI*-Jugendliche damit im Stich ließe. Dabei kontaktierten dieses Jahr 150 Prozent mehr texanische Jugendliche die Krisen-Hotline des Trevor Projects.

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