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Proteste gegen Netanjahu LGBTIQ+-Prominente demonstrierten vor Vereinten Nationen

Von ms - 25.09.2026 - 10:00 Uhr
Proteste gegen Netanjahu
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Die aus der Fernsehserie „Hacks“ bekannte Schauspielerin Hannah Einbinder ist bei einer Demonstration gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in New York festgenommen worden. Die offen bisexuelle Schauspielerin beteiligte sich gestern gemeinsam mit anderen Prominenten an dem Protest in der Nähe des Hauptquartiers der Vereinten Nationen. Bilder und Videos zeigen, wie Einbinder mit hinter dem Rücken gefesselten Händen von Polizisten abgeführt wird. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Schauspielerin Hannah Einbinder wurde bei einem Protest gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in New York von der Polizei festgenommen.
  • Weitere LGBTIQ+-Persönlichkeiten wie Elliot Page und Cynthia Nixon waren ebenso vor Ort. 
  • Auch Schauspielerin Susan Sarandon und weitere Prominente beteiligten sich an der Demonstration.
  • Demonstranten blockierten eine Kreuzung in der Nähe des UN-Hauptquartiers und wurden von der Polizei aufgefordert, die Straße zu räumen.
  • Nach Medienberichten wurden etwa 100 Menschen in Gewahrsam genommen. 
  • Die Proteste richteten sich gegen Netanjahu und das israelische Vorgehen im Gazastreifen.
  • Gleichzeitig gab es in New York auch Unterstützer Netanjahus und Israels, die sich gegen die Proteste stellten.

Einbinder und Sarandon in Haft 

Die Demonstration fand anlässlich von Netanjahus Besuch bei der UN-Generalversammlung statt. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich in der Nähe des UN-Gebäudes. Einbinder rief während des Protests unter anderem „Verhaftet Netanjahu“. Medienberichten zufolge rief sie beim Abführen außerdem „Netanjahu raus aus New York“. Neben Einbinder nahm auch Schauspielerin Susan Sarandon an der Demonstration teil und wurde ebenfalls von der Polizei abgeführt. Zu den weiteren prominenten Teilnehmern gehörten unter anderem der Comedian Caleb Hearon sowie LGBTIQ+-Prominente wie Elliot Page und Cynthia Nixon sowie die Musikerinnen Lucy Dacus und Julien Baker. Page und Nixon wurden nach Angaben ihrer Vertreter allerdings nicht festgenommen. 

Hearon trug bei der Demonstration ein T-Shirt mit der Aufschrift „Menschen statt Bomben“. Bei der Kundgebung waren auch ähnliche Botschaften wie „Stop Arming Israel“ und „Free Palestine“ zu sehen.  Die Demonstration begann gegen 12.00 Uhr und damit rund zwei Stunden vor Netanjahus Auftritt bei den Vereinten Nationen. Demonstranten setzten sich auf die Kreuzung First Avenue und 39th Street und blockierten den Verkehr. Die Polizei forderte die Teilnehmer nach eigenen Angaben mehrfach auf, die Kreuzung zu verlassen. Als ein Teil der Gruppe der Aufforderung nicht nachkam, wurden Demonstranten in Gewahrsam genommen.  Medienberichte über die genaue Zahl der Festgenommenen unterscheiden sich. Organisatoren sprachen von mehr als 100 Menschen, während das NYPD zunächst keine Gesamtzahl bestätigte. 

Proteste stoßen auch auf Widerspruch

Die Proteste gegen Netanjahu und Israel finden allerdings keineswegs überall Zustimmung. In New York versammelten sich gestern auch zahlreiche Unterstützer Netanjahus. Sie versuchten teilweise, Redner einer anderen Anti-Netanjahu-Demonstration mit Pfiffen und Rufen zu übertönen, riefen „Bibi“ und sangen die israelische Nationalhymne sowie „Das Volk Israel lebt“. Andere Teilnehmer betonten, unabhängig von ihrer persönlichen Haltung zu Netanjahu gehe es ihnen darum, Israel und dessen Existenzrecht sowie das Recht des Landes auf eine Stimme bei den Vereinten Nationen zu unterstützen. Auch innerhalb der LGBTIQ+-Community ist der Nahost-Konflikt und die Situation im Gaza-Streifen stark umstritten. 

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