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Pride im Totnes Castle 150 Meter lange Fahne für LGBTIQ+-Sichtbarkeit in England

Von ms - 28.09.2026 - 14:00 Uhr
Pride im Totnes Castle
Foto: Totnes Pride
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Eine riesige Regenbogenflagge hat eine historische Burg im Südwesten Englands in ein weithin sichtbares Pride-Symbol verwandelt. Im Rahmen der Feierlichkeiten von Totnes Pride wurde das Totnes Castle am letzten Wochenende mit einer 150 Meter langen Flagge umhüllt. Rund 400 Menschen kamen zu der Aktion auf dem Burggelände zusammen, um zu helfen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Totnes Castle im Südwesten Englands wurde im Rahmen der Pride-Feierlichkeiten mit einer 150 Meter langen Regenbogenflagge umhüllt.
  • Die spektakuläre Aktion gehörte zu einem viertägigen Festival mit Live-Musik, Kunst, Kino und Familienveranstaltungen.
  • Rund 400 Menschen halfen beim Anbringen der Flagge an der historischen Burg.
  • Totnes Pride wollte mit der Aktion zeigen: „Queere Menschen waren schon immer hier und wir werden es immer sein.“
  • Organisatorin Ceri Goddard beschreibt Totnes als „eine sehr vielfältige Gemeinschaft“ und spricht von einer „kulturellen Renaissance“.
  • Nach der großen Resonanz rechnen die Veranstalter damit, dass Totnes Pride im kommenden Jahr weiter wachsen könnte.

Pride „ein bisschen anders“ 

Die ungewöhnliche Installation war Teil eines viertägigen Pride-Festivals in Totnes. Neben der Aktion an der Burg umfasste das Programm Live-Musik, Kunst, Kino und Veranstaltungen für Familien. Nach Angaben der Organisatoren soll das Festival zugleich den Charakter von Totnes widerspiegeln. Die Stadt versteht sich als eine der kreativsten und progressivsten Kommunen im Südwesten Englands. Bei der Planung hatten sich die Organisatoren bewusst für eine ungewöhnliche öffentliche Aktion entschieden. Ceri Goddard von Totnes Pride erklärte, man habe die Pride-Veranstaltung „ein bisschen anders“ gestalten wollen.

Daraus entstand die Idee, eine groß angelegte Kunstaktion mit einem der bekanntesten Bauwerke der Stadt zu verbinden. Mit der „ikonischen Burg“ wolle Totnes Pride zeigen: „Queere Menschen waren schon immer hier und wir werden es immer sein.“ Die Wahl fiel auf Totnes Castle, eine historische normannische Motte-and-Bailey-Burg. Mit der riesigen Regenbogenflagge wurde das Bauwerk für die Pride-Feierlichkeiten vorübergehend Teil der Installation.

Hunderte Helfer vor Ort 

Für die Aktion waren zahlreiche Helfer erforderlich. Nach Angaben von Goddard versammelten sich am Samstagmorgen etwa 400 Menschen auf dem Gelände des Totnes Castle, um zu helfen.  Um 10.45 Uhr Ortszeit wurde die Regenbogenflagge schließlich von 30 Fahnenträgern ausgebreitet. Die Dimensionen stellten die Organisatoren vor einige Herausforderungen. Schließlich musste eine insgesamt 150 Meter lange Flagge kontrolliert an und um das historische Bauwerk positioniert werden. „Es gab einige logistische Herausforderungen, aber wir hatten eine Probe und die Unterstützung von English Heritage, die großartig waren und uns bei der Planung geholfen haben“, sagte Goddard. Die Organisation English Heritage, die sich um zahlreiche historische Bauwerke und Stätten in England kümmert, unterstützte Totnes Pride damit bei den Vorbereitungen.

Flagge war ausgeliehen

Für die Installation musste Totnes Pride die außergewöhnlich große Regenbogenflagge glücklicherweise nicht eigens anfertigen lassen. Nach Angaben von Goddard wurde sie der Gruppe von Torbay Pride ausgeliehen. Die Aktion an der Burg war eingebettet in ein mehrtägiges Programm, das unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ansprechen sollte. Neben klassischen Pride-Veranstaltungen gehörten dazu kulturelle Angebote und Veranstaltungen für Familien. Goddard bezeichnete Totnes als „eine sehr vielfältige Gemeinschaft“. Gleichzeitig befinde sich die Stadt derzeit in einer Phase des Wandels und erlebe „eine kulturelle Renaissance“.

Planungen für 2027 laufen

Nach der großen Resonanz auf die diesjährigen Feierlichkeiten richtet sich der Blick der Organisatoren bereits auf das kommende Jahr. Dabei soll die Veranstaltung ausdrücklich nicht ausschließlich von einem kleinen Kreis geplant werden. Stattdessen sollen sich möglichst viele Menschen aus Totnes beteiligen und eigene Ideen einbringen können. „Wir suchen nach neuen Ideen und neuen Menschen, die sich beteiligen wollen. Deshalb vermute ich, dass es nächstes Jahr größer sein wird, weil inzwischen jeder davon gehört hat“, sagte Goddard. Sie betonte zugleich den Anspruch, dass das Festival eine Veranstaltung der gesamten örtlichen Gemeinschaft sein soll. „Totnes Pride gehört den Menschen von Totnes und nicht einem kleinen Komitee in einem Raum. Also schauen wir, wohin es uns nächstes Jahr führt.“

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