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„Twink Fascist“
Foto: © X / Preston Parra
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Nazi-Post sorgt für Empörung USA: Wahlkampfmitarbeiter nennt sich „twink fascist“

mr - 28.08.2026 - 13:00 Uhr
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Ein hochrangiger Mitarbeiter des republikanischen Wahlkampfteams von Mike Collins aus Georgia hat sich online offen als „twink fascist“ bezeichnet und mit rechtsextremen sowie rassistischen Inhalten für Empörung gesorgt. Wie die Washington Post am 27. August 2026 berichtete, veröffentlichte der 24-jährige Preston Parra unter anderem Nazi-Symbolik und rassistische Aussagen auf seinem X-Profil und nahm dabei eine zentrale Position im Umfeld der Republikaner ein. Der Fall hat weit über die Parteigrenzen hinaus für Unruhe gesorgt und die politische Kultur im laufenden US-Wahlkampf erneut in den Fokus gerückt.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Preston Parra, Mitarbeiter und Social Media-Stratege, hat Nazi- und Ku-Klux-Klan-Symbolik auf X veröffentlicht.
  • Parra bezeichnet sich selbst als „twink fascist“ und rechtfertigt seine Inhalte als Satire.
  • Der verantwortliche Abgeordnete Mike Collins äußerte sich nicht direkt zu den Postings, betonte aber seine Ablehnung von Antisemitismus.
  • Der Skandal reiht sich in eine Serie rechtsextremer Vorfälle im Umfeld der Collins-Kampagne ein.
  • Die Vorfälle erhalten besondere Brisanz durch die laufende Senatswahl in Georgia.

 

Rechtsextreme Inhalte im digitalen Raum

Preston Parra, der selbst betont, halb kolumbianischer Herkunft zu sein, veröffentlichte in den vergangenen Monaten auf sozialen Medien unter anderem ein aus dem Wort „twink“ geformtes Hakenkreuz sowie ein Foto von sich in Ku Klux Klan-Robe. Laut eigener Aussage gegenüber der Washington Post, habe er Letzteres mithilfe einer KI-Funktion generiert. Parra verteidigte sich zudem, die Inhalte seien satirisch gemeint. Tatsächlich wurden über seinen Account nachweislich rassistische Begriffe und der Slogan „White Power“ verbreitet.

 

Keine klare Distanzierung der Republikaner

Auf die Enthüllungen reagierte das Wahlkampfteam von Mike Collins ausschließlich mit einer allgemeinen Ablehnung von Antisemitismus, nannte jedoch weder Parra noch die konkreten Social-Media-Aktivitäten. Collins, der seit mehreren Jahren wiederholt durch problematische Äußerungen und Angestellte auffiel, sieht sich daher dem Vorwurf einer Duldung extremistischer Tendenzen ausgesetzt. Bereits im Vorfeld mussten mehrere Mitarbeiter Collins’ aufgrund rassistischer Vorfälle zurücktreten.

 

Auswirkungen auf den Senatswahlkampf

Im laufenden Senatswahlkampf in Georgia zwischen Collins und dem amtierenden demokratischen Senator Jon Ossoff hat der Skandal unmittelbare Bedeutung. Die Umfragen sehen Ossoff aktuell vorn. Die demokratische Seite nutzt die Enthüllungen, um auf rechtsextreme Netzwerke und eine zunehmende Enthemmung im republikanischen Lager hinzuweisen. Die Washington Post betont, dass das Wahlkampfklima im ländlichen Süden der USA durch derartige Vorfälle weiter polarisiert wird.

Das nächste konkrete Ereignis ist die geplante Fernsehdebatte der Kandidaten im September. Ob Preston Parra weiterhin Teil des Collins-Kampagnenteams bleibt oder offiziell ausgeschlossen wird, ist bislang nicht bestätigt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den Normalisierungsprozess rechtsextremer Inhalte in Teilen der US-Politik und deren Wirkung auf den gesellschaftlichen Diskurs.

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