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Mutiges Statement in Ghana
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Mutiges Statement in Ghana Sängerin stößt neue Debatte über sexuelle Vielfalt an

ms - 02.09.2026 - 08:00 Uhr
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Die ghanaische Musikerin Sister Deborah hat sich in einer Radiosendung gegen verbreitete Vorurteile über Homosexualität ausgesprochen. Die Künstlerin und LGBTIQ+-Verbündete erklärte, Homosexualität sei ein natürliches Phänomen und keine Entwicklung, die von außen nach Ghana gebracht worden sei.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die ghanaische Musikerin Sister Deborah hat sich für LGBTIQ+-Rechte ausgesprochen.
  • Sie widerspricht der Behauptung, Homosexualität sei ein fremder Einfluss.
  • Nach ihrer Ansicht entstand ein Teil der heutigen Ablehnung durch koloniale und religiöse Einflüsse.
  • Sie verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu gleichgeschlechtlichem Verhalten in der Tierwelt.
  • Sister Deborah betont, sexuelle Orientierung könne nicht durch Aktivismus oder Aufklärung verändert werden.

Mutiges Statement

. In einem Interview mit Moderator Adu Kumi in der Sendung Showbiz des ghanaischen Radiosenders Asempa FM verwies Sister Deborah auf wissenschaftliche Untersuchungen. Diese hätten gleichgeschlechtliches Verhalten bei mehr als 1.500 Tierarten nachgewiesen, darunter Delfine, Giraffen, Pinguine und Insekten. Für sie sei dies ein Hinweis darauf, dass Homosexualität ein natürlich vorkommendes Verhalten in der Natur sei. „Homosexualität ist natürlich, kein ausländischer Einfluss“, so Sister Deborah. Sie wies zugleich die Vorstellung zurück, ein Engagement für queere Rechte könne die sexuelle Orientierung eines Menschen verändern. Die Musikerin argumentierte außerdem, dass afrikanische Gesellschaften bereits vor der Kolonialzeit Vorstellungen von geschlechtlicher Vielfalt gekannt haben. Sie verwies dabei unter anderem auf die Akan-Gesellschaften, in denen es eigene Begriffe und kulturelle Konzepte für unterschiedliche Formen von Geschlecht gegeben habe.

Religionen verbreiteten Schwulenhass 

Die zunehmende Ablehnung von LGBTIQ+-Menschen in Ghana führt Sister Deborah hingegen auf spätere religiöse und koloniale Einflüsse zurück. Ihrer Ansicht nach habe sich die Intoleranz vor allem mit der Verbreitung von Christentum und Islam verstärkt, die sie als von außen kommende religiöse Einflüsse bezeichnete. Auch der Behauptung, LGBTIQ+-Aufklärung könne Menschen beeinflussen oder ihre sexuelle Orientierung verändern, widersprach die Musikerin. Sie stellte die Frage, ob allein Informationen über LGBTIQ+-Themen tatsächlich die persönlichen Gefühle und die sexuelle Anziehung eines Menschen verändern könnten.

Dabei verwies sie auf ihre eigene Situation: Obwohl sie sich öffentlich für LGBTIQ+-Menschen einsetzt, fühle sie sich selbst nicht zu Frauen hingezogen. Sexuelle Orientierung sei deshalb nichts, wozu Menschen überredet oder angeworben werden könnten. Sister Deborah rief außerdem dazu auf, LGBTIQ+-Menschen nicht ausschließlich auf Fragen der Sexualität zu reduzieren. Sie seien Individuen, die wie alle anderen Anspruch auf Würde, Respekt und gleiche Rechte hätten.

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