Sie griffen ein, als eine Frau geschlagen wurde. Dann wurden sie selbst mit einem Messer verletzt: Vor der queerfreundlichen Bussi Bar in Berlin-Neukölln sind in der Nacht zu Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Beide mussten operiert werden. Die drei mutmaßlichen Angreifer konnten fliehen.
Das Wichtigste im Überblick
- Der Angriff geschah am 24. Oktober gegen 3:40 Uhr in der Pannierstraße.
- Eine Mitarbeiterin und zwei Männer wurden verletzt.
- Die Kriminalpolizei ermittelt; ein queerfeindliches Motiv ist bislang nicht benannt.
Gewalt nach verweigertem Einlass
Nach Angaben der Berliner Polizei hatte eine 29-jährige Mitarbeiterin drei Unbekannten den Einlass verwehrt. Daraufhin sollen diese auf sie eingeschlagen haben. Ein 36-Jähriger und ein 31-Jähriger kamen der Frau zu Hilfe. Der Ältere hielt kurzzeitig zwei Angreifer fest, die sich jedoch losrissen.
Das Trio kam noch einmal zurück
Erst andere Gäste bemerkten die blutende Beinverletzung des 36-Jährigen. Nach der ersten Flucht kehrten die Unbekannten zurück und sollen auch den 31-Jährigen mit einem Messer verletzt haben. Anschließend verschwanden sie erneut. Gäste und Polizei leisteten Erste Hilfe. Für die beiden Männer soll keine Lebensgefahr bestehen. Die Mitarbeiterin erlitt Gesichtsverletzungen.
Angriff vor queerfreundlicher Bar
Dass es sich bei dem Tatort um die Bussi Bar handelt, berichtet der rbb. Die Polizei selbst nennt das Lokal in ihrer Mitteilung nicht beim Namen. Die Bar liegt in der Pannierstraße in Neukölln, mitten in einem belebten Ausgehviertel zwischen Landwehrkanal und Sonnenallee.
Nach den bisherigen Berichten begann die Gewalt, nachdem die drei Männer nicht in das Lokal gelassen worden waren. Welche weiteren Hintergründe der Angriff hat, ist offen. Angaben zur sexuellen Orientierung der Verletzten liegen nicht vor. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei der Direktion 5 (City).
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