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Klage nach Konversionstherapie Können US-Psychologen bald verklagt werden?

Von ms - 26.03.2026 - 09:30 Uhr
Klage gegen Konversionstherapie
Foto: iStock / Nuttawan Jayawan
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Im US-Bundesstaat Colorado wird derzeit ein Gesetzesentwurf geprüft, der Überlebenden von Konversionstherapien das Recht geben soll, Schadensersatz zu verlangen. Das neue Gesetz würde es Personen, die durch solche Maßnahmen geschädigt wurden, ermöglichen, gegen Therapeuten, die versucht haben, ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zu ändern, zivilrechtlich vorzugehen. Auch die Einrichtungen, die diese Therapeuten beschäftigen, könnten dann verklagt werden. Das Vorhaben könnte bei Gelingen eine Vorbildfunktion für weite Teile der USA werden. 

Juristischer Streit um „Homo-Heilung“

Das Gesetz wurde eingebracht, während das in Colorado 2019 verabschiedete Verbot von Konversionstherapien vor dem Supreme Court angefochten wird. Eine christliche Therapeutin hatte gegen das Verbot geklagt und argumentiert, dass es ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Religionsausübung verletze. Der Staat betonte jedoch, dass sie nach dem Gesetz nicht strafrechtlich verfolgt werde.

Das neue Gesetzesvorhaben könnte als Lösung dienen, falls das Oberste Gericht das bestehende Verbot aufhebt. Anstelle eines Verbots würde es Betroffenen dann zumindest ermöglichen, Schadensersatz für die nachweislich durch Konversionstherapie verursachten Schäden zu fordern. Dazu zählen unter anderem Angstzustände, Depressionen, Essstörungen und Suizidalität.

Christliche Verbände sind ausgenommen 

Der Wermutstropfen dabei: Das Gesetz beschränkt die Haftung auf Konversionstherapien, die von lizenzierten Psychologen durchgeführt werden. In den USA wird die Mehrzahl solcher Maßnahmen jedoch von religiösen Organisationen praktiziert, die aufgrund des Ersten Verfassungszusatzes meist nicht unter solche Verbote fallen.

Der Entwurf wurde von den Abgeordneten Alex Valdez (D) und Karen McCormick (D) sowie den Senatoren Lisa Cutter (D) und Kyle Mullica (D) eingebracht. „Konversionstherapien beheben nichts, weil nichts kaputt ist. Die Schäden indes sind gut dokumentiert in Literatur, Film und Fachanalysen. Colorado sendet ein Signal: Wir werden es nicht leicht machen, Schaden zuzufügen. Wir werden weiter daran arbeiten, eine Welt zu schaffen, in der LGBTIQ+-Personen als gleichwertig behandelt werden – nicht als Menschen, die  umgewandelt‘ werden müssen“, so Valdez. 

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