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KI-Kampf gegen Hass Eine KI sucht nach LGBTIQ+-Desinformationen im Internet

Von ms - 29.10.2025 - 14:00 Uhr
KI-Kampf gegen Hass
Foto: iStock / Olemedia
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Brasilien nutzt ab sofort Künstliche Intelligenz, um gegen Hetze und Hass gegenüber LGBTIQ+-Menschen vorzugehen. Mit der sogenannten „Plataforma do Respeito”, der Plattform des Respekts, sollen Hassreden und Desinformationen gegen Homosexuelle und queere Menschen bekämpft werden. 

Eine KI im Einsatz gegen Hate Speech

Mittels KI sollen nicht nur Hassbeiträge schneller ausfindig gemacht werden, sondern auch ihre Urheber, selbst dann, wenn diese sich möglicherweise unter Fake-Namen verstecken. Ziel ist es dabei, jene Menschen rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, die eindeutig strafrechtlich Hass und Hetze verbreiten. Finanziert wird das Projekt mit umgerechnet rund 48.000 Euro von der Regierung, ins Leben gerufen durch die queere Bürgerrechtsorganisation Aliança Nacional LGBTI+ sowie dem Ministerium für Menschenrechte. Zum Einsatz kommt dabei die KI Aletheia. 

Der Koordinator der Plattform, Jean Muksen, betonte bei der Vorstellung des neuen Projekts, dass die KI Seiten, Blogs, Social-Media und weitere Websites durchforsten werde, auch jene von Parlamentariern oder bekannten Influencern. Die neuartige KI sei dabei in der Lage, Ironie und Sarkasmus zu verstehen und herauszufiltern, was bisher anderen Anbietern offenbar sehr schwer gefallen war. Entdeckt die KI einen potenziellen Verstoß gegen geltendes brasilianisches Recht, wird der Fall der NGO Aliança LGBTI+ gemeldet, deren Anwälte dann entscheiden, ob eine Strafanzeige gestellt werden kann oder nicht. 

Umstrittene Überwachung 

Das Vorhaben selbst ist indes nicht unumstritten. Während einige Vertreter der queeren Community loben, dass damit ein „wichtiger Fortschritt im Kampf gegen Desinformation und Intoleranz“ getan sei und das Engagement der Regierung unter Präsident Lula da Silva hervorheben, der die Sicherheit von LGBTIQ+-Menschen fördern möchte, kritisieren andere, dass die generelle KI-Überwachung zu tief in die Persönlichkeitsrechte und die Meinungsfreiheit der Bevölkerung eingreife. Die Plattform ist aktuell auf eine Laufzeit von 18 Monaten ausgelegt und wird umfassend von einem multidisziplinären Team aus Fachleuten aus den Bereichen Recht und Kommunikation betreut.

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