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Eklat um US-Republikaner Kandidat wegen homophober Hass-Aussagen in der Kritik

Von ms - 16.09.2026 - 15:30 Uhr
Eklat um US-Republikaner
Foto: WCJB
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Der republikanische Politiker Marshall Clayton Rawson steht in Florida wegen seiner politischen Vergangenheit und mehrerer Äußerungen im Internet derzeit scharf unter Kritik. Im Mittelpunkt stehen seine frühere Verbindung zur einer rechtsnationalen Vereinigung sowie eine Äußerung aus dem Jahr 2023 über die Todesstrafe für Homosexuelle.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Republikaner Marshall Clayton Rawson hat die republikanische Vorwahl für einen Sitz im Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates Florida gewonnen.
  • Recherchen mehrerer Medien beschäftigen sich mit seiner langjährigen Verbindung zu einer weiß-nationalistischen Organisation.
  • 2023 kommentierte Rawson die Todesstrafe für Homosexualität in Uganda: „So sollte man die Perversen und Taugenichtse auch aus Florida vertreiben … Eine einfache Fahrkarte dorthin, wo es keine Sexualisierung von Kindern und keine LGBTIQ+-Agenda gibt!“
  • Medien und Aktivisten werteten die Äußerung als Befürwortung der Todesstrafe für LGBTIQ+-Menschen.
  • Rawson tritt im November als republikanischer Kandidat für das US-Repräsentantenhaus von Florida an.

Radikale Vergangenheit 

Rawson hat die republikanische Vorwahl Mitte August gewonnen. Damit ist er der republikanische Kandidat für die Wahl zum Repräsentantenhaus von Florida im November. Seine politische Vergangenheit war bereits vor der Vorwahl öffentlich thematisiert worden. Eine Recherche von Florida Politics hatte im August über seine jahrelangen Kontakte zur League of the South berichtet, einer weiß-nationalistischen Organisation, die die Abspaltung der Südstaaten und einen von Weißen dominierten unabhängigen Süden propagiert. Rawson selbst erklärte, seine offizielle Beteiligung an der Gruppe liege mehr als zehn Jahre zurück. Gleichzeitig räumte er ein, 2021 als Redner bei einer Konferenz des Verein aufgetreten zu sein. Spätere Medienberichte brachten zudem bislang nicht veröffentlichte Aufnahmen seiner Teilnahme an der Demonstration in Charlottesville ans Licht. Die Demonstration „Unite the Right“ fand 2017 in Charlottesville im Bundesstaat Virginia statt. 

An ihr beteiligten sich weiße Nationalisten, Neonazis und weitere Rechtsextreme. Die Veranstaltung wurde international bekannt, nachdem ein Teilnehmer mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten fuhr. Dabei wurde die 32-jährige Heather Heyer getötet, Dutzende Menschen wurden verletzt. Rawson hat seine Teilnahme an der Veranstaltung nicht bestritten. Gegenüber dem Fernsehsender WCJB erklärte er, er sei gemeinsam mit seiner Frau hingegangen, um gegen die Entfernung einer Konföderierten-Statue zu protestieren. Er habe damals nicht gewusst, dass die Veranstaltung gewalttätig werden würde. Nach Angaben des Senders sagte Rawson zudem, er bereue seine Teilnahme nicht.

Todesstrafe für Homosexuelle

Besonders kontrovers ist außerdem ein Beitrag Rawsons auf der Plattform X vom August 2023. Der Politiker teilte damals einen CNN-Bericht über zwei Männer in Uganda. In dem Bericht ging es um die mögliche Todesstrafe für „schwere Homosexualität“. Rawson kommentierte den Beitrag mit den Worten: „So würde man die Perversen und Taugenichtse auch aus Florida vertreiben … Eine einfache Fahrkarte dorthin, wo es keine Sexualisierung von Kindern und keine LGBTIQ+-Agenda gibt!“ Queere Aktivisten werteten die Äußerung als Unterstützung der Hinrichtung von LGBTIQ+-Menschen. Nach seinem Sieg bei der republikanischen Vorwahl tritt Rawson nun bei den Zwischenwahlen Anfang November gegen die Demokratin Merrillee Malwitz-Jipson an.

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