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Darunter mehrere Schwule NFL setzt erstmals 68 Männer als Cheerleader ein

Von tb - 04.09.2026 - 16:30 Uhr
NFL setzt erstmals 68 Männer als Cheerleader ein
Foto: © instagram.com/blaize_shiek
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In der kommenden Saison der National Football League werden erstmals 68 Männer als Cheerleader in Teams der größten US-amerikanischen Football Liga auftreten - darunter mehrere offen schwule Männer. Nach Angaben der NFL werden damit männliche Cheerleader ab der Spielzeit 2026/2027 eine gesicherte und dauerhafte Rolle in elf von 32 Teams einnehmen. Für Beobachterinnen und Beobachter gilt diese Entwicklung als Meilenstein der Inklusion im US-Profisport und als Zeichen eines langfristigen Wandels in Sportkultur und Teamrekrutierung.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • In der NFL Saison 2026/2027 sind 68 Männer offiziell als Cheerleader gemeldet.
  • Elf Teams der Liga setzen inzwischen auf männliche Cheerleader, teils als Tänzer, teils als Stuntmänner.
  • 2018 verpflichteten die Los Angeles Rams erstmals zwei Männer in ein professionelles Cheerleader Team.
  • Historisch galten Cheerleader Rollen in der NFL als ausschließlich weiblich.
  • Die Beteiligung männlicher Cheerleader stößt weiterhin auf verschiedene Reaktionen von Fans und Medien.
  • Männliche und queere Cheerleader werden zunehmend sichtbar und behaupten sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung.

 

Klare Zahlen und strukturierte Teamverteilung

Die neueste Statistik, welche die NFL am 3. September 2026 veröffentlichte, zeigt eine stabile Integration männlicher Cheerleader. Mit 68 männlichen Aktiven verteilt sich deren Anteil auf elf Clubs, darunter die New England Patriots, Baltimore Ravens, Philadelphia Eagles, die Rams aus Los Angeles und die Minnesota Vikings. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es lediglich drei weniger männliche Cheerleader. In 13 Teams werden weiterhin ausschließlich Frauen eingesetzt. Acht Franchises führen überhaupt keine Cheerleader Gruppen. Die mit Abstand größte Einheit stellt laut Ligainformationen das Stunt-Team der Baltimore Ravens mit 25 männlichen Mitgliedern.

 

Von Einzelbeispielen zur Normalität

Der Weg zur heutigen Situation begann 2018 mit dem bahnbrechenden Engagement von Napoleon Jinnies und Quinton Peron bei den Los Angeles Rams. Deren Auftritt beim Super Bowl 2019 galt als historisch: Erstmals performten männliche Cheerleader während des prestigeträchtigsten Football-Events der Welt gemeinsam mit Frauen vor Millionenpublikum. Inzwischen gehören auch Persönlichkeiten wie Napoleon Jinnies und Louie Conn zu den bekanntesten männlichen Gesichtern der Szene. Ihre Präsenz hat laut NFL Verantwortlichen kaum noch Markenwert als „Kuriosum“, sondern wird von Teams und einem Großteil der Fans als selbstverständlicher Bestandteil der Choreografien akzeptiert. 

Besonders im Fokus stehen Blaize Shiek und Louie Conn von den Minnesota Vikings, die nach ihrem Start im Team heftige queerfeindliche Reaktionen im Internet erlebten.  Napoleon Jinnies und Quinton Peron schrieben 2019 Geschichte: Sie waren die ersten männlichen Cheerleader, die beim Super Bowl auftraten – beide sind schwul. Auch José Capetillo und Brendan Ryan setzten ein Zeichen: 2023 wurden sie die ersten offen schwulen Männer als Captains eines NFL-Cheerleading-Teams. 

 

Bedeutung für Diversität und nächste Entwicklungen

Fachleute und Verbände betonen die soziale Relevanz der Entwicklung. Expertinnen und Experten des amerikanischen Sportjournalismus sehen die Entscheidung der NFL als Anerkennung laufender gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Die Integration männlicher Tänzer und Akrobaten erweitere die sportliche Vielfalt im Football und setze ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen. Kritische Stimmen, gerade in sozialen Netzwerken, wo einzelne Akteure weiterhin Anfeindungen erleben, bleiben jedoch präsent. 

Die NFL bestätigt, dass für die kommende Saison keinerlei Einschränkungen für Bewerber männlichen Geschlechts vorgesehen sind. Damit ist erstmals flächendeckend garantiert, dass talentierte Bewerber unabhängig vom Geschlecht gleiche Chancen im Auswahlprozess erhalten.

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