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Darts-Star wird attackiert Beau Greaves macht Beziehung öffentlich und erntet Hass-Feed

Von ms - 24.09.2026 - 12:30 Uhr
Darts-Star wird online attackiert
Foto: Instagram / beau_greaves
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Darts-Star Beau Greaves ist nach dem öffentlichen Bekanntmachen ihrer Beziehung zu Freundin Shan Reeves nach eigenen Angaben mit homophoben Anfeindungen im Internet konfrontiert worden. Die 22-jährige Britin berichtete jetzt von zahlreichen „vulgären“ Kommentaren und bezeichnete die Erfahrung als „hart“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Beau Greaves berichtet von „vulgären“ homophoben Kommentaren, nachdem sie ihre Beziehung zu Shan Reeves öffentlich gemacht hatte.
  • Ein klassisches Coming-Out habe es für die 22-Jährige zuvor nicht gegeben. Menschen in ihrem Umfeld hätten von ihrer sexuellen Orientierung gewusst.
  • Ihre Eltern reagierten gelassen und unterstützend auf ihre Beziehung.
  • Greaves und Reeves kennen sich seit fast zehn Jahren, sind seit vier Jahren ein Paar und leben zusammen.
  • Sportlich zählt Greaves zu den herausragenden Darts-Spielerinnen ihrer Generation und will in die Top 64 der Weltrangliste vorstoßen.

Homophobe Anfeindungen

Auslöser der Reaktionen war demnach ein gemeinsamer Beitrag des Paares. Greaves erklärte dem britischen Observer, dass sie ihre sexuelle Orientierung zuvor nie mit einem klassischen Coming-Out öffentlich gemacht habe. „Es war hart für mich“, sagte Greaves. „Ich hatte eigentlich nie wirklich ein Coming-Out in diesem Sinne. Die Leute, die mich kannten, wussten es. Aber als wir etwas darüber gepostet haben, gab es ziemlich viele vulgäre Kommentare von vielen Männern.“

Ganz anders fiel nach Darstellung der Darts-Spielerin die Reaktion ihrer Familie aus. Ihre Eltern hätten ihre Beziehung ohne Vorbehalte aufgenommen. „Als ich es meiner Mutter und meinem Vater erzählt habe, sagten sie einfach: ‚Und?‘“, berichtete Greaves. Auch die Unterstützung ihrer Freundin hob die 22-Jährige hervor: „Letztendlich ist sie meine größte Unterstützerin. Warum sollte man es nicht einfach so annehmen, wie es ist, und sich nicht darum kümmern, was die Leute sagen?“

Outing nach Erfolg im Sport 

Öffentlich machte Greaves ihre Beziehung zu Reeves nach einem sportlichen Meilenstein. Am 27. April feierte sie ihren ersten Sieg auf der Pro Tour. Im Finale setzte sie sich mit 8:7 gegen Michael Smith durch und wurde damit zur ersten Frau, die ein Ranglistenturnier der PDC Players Championship Series gewann. Anschließend veröffentlichte Greaves bei Instagram ein Foto, auf dem sie und Reeves sich umarmen. Dazu schrieb die Darts-Spielerin, sie fühle sich „im Moment so glücklich, sie an meiner Seite zu haben“.

Kennengelernt hatten sich Greaves und Reeves bereits deutlich früher. Vor fast zehn Jahren begegneten sie sich bei Jugendturnieren für England. Seit vier Jahren sind die beiden ein Paar, inzwischen leben sie auch zusammen. Nach dem ersten öffentlichen Liebesfoto folgten weitere gemeinsame Aufnahmen. Greaves zeigte ihre Freundin unter anderem nach einem weiteren großen sportlichen Erfolg: Im Juli gewann sie zum dritten Mal das Betfred Women’s World Matchplay.

Greaves will hoch hinaus

Greaves hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der auffälligsten Spielerinnen im Frauen-Darts entwickelt. Sie tritt regelmäßig bei gemischtgeschlechtlichen Wettbewerben an und war auch bei der PDC World Darts Championship im Londoner Alexandra Palace dabei. Damit gehört sie zu den Frauen, die sich verstärkt in den bislang von Männern dominierten Wettbewerben des Sports behaupten. Zuvor hatte unter anderem Fallon Sherrock mit ihren Erfolgen bei gemischtgeschlechtlichen Turnieren große Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Zugleich können die Reaktionen auf Darts-Spielerinnen im Internet sehr persönlich ausfallen. Die trans* Darts-Spielerin Noa-Lynn van Leuven hatte bereits 2024 öffentlich über Panikattacken und Depressionen gesprochen, mit denen sie angesichts von Gegenreaktionen und Anfeindungen zu kämpfen hatte. Greaves liegt derzeit auf Platz 74 der Weltrangliste und hat 70.000 Pfund Preisgeld erspielt. Ihr nächstes sportliches Ziel hat die 22-Jährige bereits formuliert: Sie will den Sprung unter die besten 64 der Welt schaffen.

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