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CSD setzt in Bernau Zeichen Queere Community fordert Schutz, Gleichstellung und Akzeptanz

Von ms - 28.09.2026 - 08:00 Uhr
CSD setzt in Bernau Zeichen
Foto: iStock / Herve Amami
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Mit einer Demonstration für Gleichstellung, gesellschaftliche Akzeptanz und gegen Hasskriminalität ist am Samstag der nachgeholte Christopher Street Day (CSD) durch Bernau bei Berlin gezogen. Bei Sonnenschein und Temperaturen um 18 Grad beteiligten sich zahlreiche Menschen an der Veranstaltung im Bundesland Brandenburg. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der nachgeholte Christopher Street Day führte am Samstag durch Bernau bei Berlin.
  • Zahlreiche Menschen demonstrierten für rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz.
  • Das Motto lautete: „Mehr Glitzer, weniger Hass. L(i)eb doch, wie du willst“.
  • Die Veranstalter fordern unter anderem besseren Zugang zu medizinischer Versorgung und mehr Schutzräume.
  • Nach Angaben der Fachstelle „Andersartig“ wurden im vergangenen Jahr 589 queerfeindliche Vorfälle in Brandenburg erfasst.
  • Eine angemeldete Gegenkundgebung blieb nach bisherigen Erkenntnissen ohne nennenswerten Einfluss auf den CSD.
  • Nach dem Demonstrationszug waren ein Kulturprogramm im Jugendtreff DOSTO und das Filmfestival „Willkommen Zuhause“ vorgesehen.

Steigende Hasskriminalität 

Ausgangspunkt des Demonstrationszuges war der Bahnhofsvorplatz. Von dort führte die Route unter starker Polizeibegleitung und mit zahlreichen Absperrungen durch die Stadt bis zum Jugendtreff DOSTO. Begleitet wurde der CSD vom diesjährigen Motto „Mehr Glitzer, weniger Hass. L(i)eb doch, wie du willst“. Im Mittelpunkt der Demonstration stand nach Angaben der Veranstalter insbesondere das Anliegen, öffentlich gegen Hasskriminalität Stellung zu beziehen. Zugleich verband die queere Community den CSD mit mehreren konkreten politischen und gesellschaftlichen Forderungen. Dazu gehören ein barrierefreier Zugang zu medizinischer Versorgung sowie der Ausbau und Erhalt von Schutzräumen. Darüber hinaus verlangt die Community einen klaren Maßnahmenplan gegen Queerfeindlichkeit in Schulen, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum. Als Begründung verweisen die Veranstalter unter anderem auf Zahlen der Fachstelle „Andersartig“. 

Demnach wurden im vergangenen Jahr in Brandenburg insgesamt 589 queerfeindliche Vorfälle registriert. Im Vorjahr waren es den Angaben zufolge rund 500 Fälle. Bereits vor der Kundgebung in Bernau hatte eine Sprechperson des CSD-Organisationsteams auf die Hintergründe der Demonstration hingewiesen und dabei auch vergangene Übergriffe wie das Attentat auf den Berliner CSD angesprochen. „Die steigende Hasskriminalität führt uns vor Augen, wie ernst die Lage ist. Unser CSD setzt hier ein klares Zeichen: Wir demonstrieren für Rechte, Schutzräume und Gleichstellung im Alltag.“ Für die queere Gemeinschaft seien Sichtbarkeit und Solidarität überlebenswichtig. Man werde sich nicht verdrängen lassen und stehe füreinander ein, hieß es weiter.

Gegenkundgebung verhallt 

Parallel zum CSD gab es am Rande der Strecke auch eine kleinere Gegenkundgebung, die zuvor angemeldet worden war. Nach den vorliegenden Erkenntnissen blieb diese jedoch ohne nennenswerten Einfluss auf das Geschehen. Der Ablauf des Christopher Street Days wurde demnach nicht gestört. Nach dem Ende des Demonstrationszuges verlagerte sich das Programm in den Jugendtreff DOSTO in der Breitscheidstraße. Dort wurde den Besucherinnen und Besuchern in Zusammenarbeit mit der Initiative „Schöner leben ohne Nazis“ bis 17.00 Uhr ein Kulturprogramm angeboten. Am Abend sollte schließlich das Filmfestival „Willkommen Zuhause“ den inhaltlichen Abschluss der Veranstaltung bilden. Ab 18.00 Uhr stand dort die Vorführung des Films „Luisa“ auf dem Programm. 

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