Bolt-Fahrer verurteilt Homophobe Entgleisungen kosten 800 Euro Strafe
Nach einer nächtlichen Fahrt mit einem Bolt-Taxi in Berlin-Kreuzberg ist ein Fahrer wegen eines Vorfalls mit homophoben Beschimpfungen jetzt zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist nach Angaben der Berliner Opferhilfeorganisation Maneo inzwischen rechtskräftig.
Das Wichtigste im Überblick
- Ein 31-jähriger schwuler Mann war am 13. April 2025 gegen 1.30 Uhr mit zwei Freunden in einem Bolt-Taxi in Berlin unterwegs.
- Nach Angaben von Maneo äußerte sich der Fahrer bereits während der Fahrt abfällig über die Männer, nachdem er sie als schwul erkannt hatte.
- Am Ziel in Kreuzberg kam es wegen der Bezahlung des Fahrpreises zum Streit.
- Der Fahrer beschimpfte den 31-Jährigen mehrfach mit dem Wort „Schwuchtel“.
- Anschließend soll er mit erhobener Faust aus dem Wagen gestiegen sein, als wolle er den Mann schlagen.
- Der Betroffene und seine Freunde konnten körperlich unverletzt fliehen und meldeten den Vorfall am folgenden Tag der Polizei.
- Der Fahrer wurde zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Homophobe Beschimpfungen
Der Vorfall ereignete sich demnach Mitte April 2025 gegen 1.30 Uhr. Nachts. Ein 31 Jahre alter schwuler Mann war zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit zwei Freunden in einem Bolt-Taxi unterwegs. Einer seiner beiden Begleiter war ebenfalls schwul. Bereits während der Fahrt habe der Fahrer erkannt, dass die Männer schwul seien, und sich abfällig über sie geäußert. Als die drei Männer ihr Ziel in der Schlesischen Straße im Berliner Bezirk Kreuzberg schließlich erreichten, ging der 31-Jährige zunächst davon aus, dass der Fahrpreis bereits automatisch über die App bezahlt worden sei.
Das war jedoch nicht der Fall. Stattdessen musste die Fahrt in bar beglichen werden. Nach Darstellung von Maneo verlangte der Fahrer das Geld sofort und trat dabei sehr aggressiv auf. Er habe den 31-Jährigen angeschrien, während dieser versuchte, den erforderlichen Betrag zusammenzusuchen. Weil der Mann das passende Kleingeld nicht schnell genug zur Hand hatte, sei die Situation weiter eskaliert. Der Fahrer habe ihn mehrfach homophob beleidigt und dabei „Schwuchtel“ gebrüllt.
Fahrer droht mit erhobener Faust
Bei den verbalen Angriffen blieb es dem Bericht zufolge nicht. Der Fahrer sei anschließend aus dem Auto gestiegen und habe dabei seine Faust erhoben, als wolle er den 31-Jährigen schlagen. Der Betroffene und seine beiden Freunde entschieden sich daraufhin zur Flucht. Sie konnten den Ort verlassen, ohne körperlich verletzt zu werden. Am folgenden Tag meldete der 31-Jährige den Vorfall bei der Polizei. Das Verfahren gegen den Fahrer führte schließlich zu einer Verurteilung, der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt. Nach Angaben von Maneo ist das Urteil rechtskräftig. Damit fand der Vorfall nach der nächtlichen Fahrt durch Berlin nun seinen strafrechtlichen Abschluss.