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Hannah Murray schildert Zwangseinweisung nach Sektenkrise

Warnung vor Wellness-Kulten Hannah Murray schildert Zwangseinweisung nach Sektenkrise

tb - 27.05.2026 - 21:30 Uhr
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Hannah Murray, bekannt aus „Game of Thrones“ und „Skins“, schildert in ihren Memoiren "The Make‑Believe: A Memoir of Magic and Madness", wie sie 2017 durch eine „Wellness‑Sekte“ in eine schwere psychotische Krise geriet. Sie wurde dem Mental Health Act folgend zwangsweise in einer psychiatrischen Klinik untergebracht – ein Erlebnis, das sie nun offenlegt, um das Tabu um Zwangseinweisungen zu durchbrechen. 

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Hannah Murrays Memoiren erscheinen am 23. Juni 2026. 
  • Hannah Murray erlitt Ende 2017 während der Dreharbeiten zu „Detroit“ eine Psychose und wurde zwangseingewiesen. 
  • In der Sekten-Organisation stieg sie durch teure „Höher‑Level‑Kurse“ progressiv auf und verlor dabei soziale Bindungen und Kontrolle. 
  • Die Diagnose lautete bipolar disorder, die Einweisung dauerte 28 Tage.

 

Suspekte Heilmethoden in der Sekte

Die bisexuelle Schauspielerin berichtet, dass sie über eine „Heilerin“ namens Grace in die Organisation hineingezogen wurde, die Versprechen spiritueller Erleuchtung mit teils absurden Ritualen kombinierte. Sie absolvierte aufeinander aufbauende Kurse mit Titeln wie „Ritual Master Novice“ bis „Magus Hermeticus“, was sie zunehmend isolierte und finanziell ausbeutete. 

 

Psychose, Einweisung und Heilungsprozess

Hannah beschreibt einen psychotischen Zusammenbruch, bei dem sie glaubte, besondere magische Fähigkeiten zu besitzen und sogar die Welt retten zu können. Nachdem sie in einem Hotelzimmer abgedriftet war, wurde sie festgenommen, zwangsweise in eine Klinik eingewiesen und schließlich mit bipolarer Störung diagnostiziert – eine Erkenntnis, die ihr rückblickend Erleichterung verschaffte. 

 

Warnung vor Wellness‑Kultur‑Gefahren

Heute meidet sie jegliche Form von Wellness‑Praktiken wie Yoga oder Meditation, da sie selbst milde Angebote als potenziell belastend empfindet. Sie warnt: Wellness‐Bewegung sei allgegenwärtig und könne Menschen in seelischer Not in die Irre führen. „Das Versprechen wirkte verlockend und süchtig machend“, so Murray.

 

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Hannahs Memoiren erscheinen am 23. Juni 2026 und auch außerhalb der Szene wird erwartet, dass sie zur Diskussion über psychische Gesundheit beiträgt – insbesondere darüber, wie stigmatisiert Zwangseinweisungen nach wie vor sind. 

Mit The Make‑Believe legt Hannah Murray nicht nur ein eindringliches Zeugnis ihrer eigenen Krise vor. Sie lädt ein, den Blick auf mentale Gesundheit zu schärfen – jenseits von leicht verdaulichen Erzählungen über Depressionen, hin zu schwierigeren Erfahrungen wie Zwangseinweisungen. Als Leser‑innen gewährt sie eine seltene, verletzliche Perspektive auf das, was geschehen kann, wenn Heilversprechen in Abhängigkeit und Identitätsverlust umschlagen.

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