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Signal für die Szene K-Pop-Star Bain nennt sein Coming-out eine Befreiung

Von tb - 29.06.2026 - 19:00 Uhr
K-Pop-Star Bain nennt sein Coming-out Befreiung
Foto: © instagram.com/6a1n_
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BAIN von der K‑Pop‑Boygroup JUST B hat in einem aktuellen Interview mit Pop Base klargemacht, warum sein öffentliches Coming‑out vor einem Jahr – beim Konzert in Los Angeles im April 2025 – weiterhin von enormer Bedeutung ist: Er empfand es damals als Befreiung und betont heute, wie stark sich sein Selbstempfinden verändert hat. Dieser Meilenstein war nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern markiert einen echten Umbruch in der konservativ geprägten K‑Pop‑Szene.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • April  2025: Bain outete sich während eines Konzerts in Los Angeles als schwul und erklärte, er sei „stolzer Teil der LGBTQ‑Community“.
  • Ein Jahr später im Juni  2026, reflektierte er im Gespräch mit Pop Base, dass er vor einem Jahr „ein Geheimnis trug, schwerer, als ich jemandem zeigen wollte“, und heute nur noch „mich selbst“ auf der Bühne trägt.
  • Ein koreanischer Sender drehte nach seinem Coming‑out ein Interview, strahlte es aber offenbar nie aus – Bain sieht darin ein Beispiel für Druck in der Branche.

 

Persönliche Veränderung auf der Bühne

Bain beschreibt den Unterschied zu seiner letzten Tour vor dem Coming‑out und der aktuellen: Vorher trug er die Last eines versteckten Ich, jetzt zeigt er authentisch seine Identität. Diese Wandlung war für ihn so kraftvoll, dass er eigene Stimme erstmals klar hörte und nicht nur eine „sorgfältig redigierte“ Version seiner Person.

 

Doppelmoral in der Industrie

Trotz des öffentlichen Lobes erlebte Bain eine subtile Zurückhaltung: Ein koreanischer Sender zeigte keine Bereitschaft, sein Interview auszustrahlen, obwohl es aufgenommen wurde. Für ihn zeigt das eine Industrie, die queeren Mut auf theoretischer Ebene feiert, aber zögert, wenn sichtbare Repräsentation gefragt ist.

 

Gesellschaftlicher Kontext und Symbole

Sein Coming‑out gilt als historisch: Er ist der erste schwule männliche K‑Pop‑Idol, der während der aktiven Promotion in einer Boygroup offen auftrat. Dieser Schritt setzte ein sichtbares Zeichen in einer Branche, in der LGBTIQ+‑Rechte in Südkorea weiterhin politisch und gesellschaftlich eingeschränkt sind, etwa bei Verboten der Homo‑Ehe und fehlendem Antidiskriminierungsschutz,

 

Hintergrund: Wegbereiter und Unterstützer

In einem früheren Interview dankte Bain dem koreanischen Schauspieler Hong Seok‑cheon, der als eine der ersten schwulen Persönlichkeiten im koreanischen Fernsehen öffentlich wirkte, als Inspirationsquelle. Diese Unterstützung bestärkte ihn in seiner Entscheidung, selbst den Schritt zu wagen,

 

Offenes Ende – und Ausblick

Bains Reflexionen enden nicht mit der Rückschau, sondern werfen Fragen auf: Wie reagiert die K‑Pop‑Industrie langfristig auf offen queere Idole? Kann sichtbare Repräsentation zur Normalisierung beitragen? Sein spürbares Hoffen auf Veränderung – im Publikum, in den Medien und im System – bleibt ein Appell, der weit über Musik hinausführt.

Dieser Rückblick zeigt, dass Bains Coming‑out nicht nur ein persönlicher Wendepunkt war, sondern ein Impuls für einen kulturellen Wandel – auch wenn viele Strukturen noch stumm bleiben.

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